• Hinterm Haus türmt sich der Brand-Sperrmüll. (c) Frank Vacik

Mutmaßlicher Brandstifter von Plauen war gekündigter Mieter

Zuletzt aktualisiert:

Zwickau -

Der Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Plauen hatte sehr wahrscheinlich keinen fremdenfeindlichen Hintergrund. Der Zwickauer Staatsanwalt Jürgen Pfeiffer sagte am Dienstag unserem Sender, dass der mutmaßliche Täter, ein 25-jähriger Deutscher, ein persönliches Motiv hatte. "Der Beschuldigte befand sich im Streit mit dem Vermieter, da ihm im Oktober wegen rückständiger Mietzahlungen die Wohnung gekündigt worden war."

Bei dem Feuer in der Nacht zu Sonnabend waren 19 Bewohner verletzt worden, vier von ihnen schwer. Viele Opfer sind Südosteuropäer. Deshalb war der Verdacht auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat aufgekommen, woraufhin sich das LKA eingeschaltet hatte.

Der Tatverdächtige sitzt in der JVA in Zwickau ein. Er soll im Hausflur Feuer gelegt haben. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes in vielen Fällen ermittelt, außerdem wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung.

Audio:

Staatsanwalt Jürgen Pfeiffer