Mutmaßliche Anführer von Überfall auf Flüchtlinge beim Dresdner Stadtfest angeklagt

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Beim Dresdner Stadtfest 2016 hatten Mitglieder einer selbsternannten Bürgerwehr Flüchtlinge am Elbufer angegriffen und teils schwer verletzt. Zunächst hatten die Mitglieder der rechtsextremen "Freien Kameradschaft Dresden" eine Gruppe von Irakern angegriffen. Anschließend stürmten sie auf eine Gruppe Jesiden, mehrere wurden damals schwer verletzt, kamen ins Krankenhaus.

Neun teils erheblich Verletzte

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat jetzt gegen zwei weitere Tatverdächtige Anklage erhoben. Der 29-jährige Christian L. und der 32-jährige Rene H. sollen laut Generalstaatsanwaltschaft die Angreifer angeführt haben. Bei dem Angriff seien mindestens neun Flüchtlinge teils erheblich verletzt worden.

Versuchter Mord

Den angeklagten Männern wird schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen. Christian L. wird zudem versuchter Mord vorgeworfen. Er soll einem Iraker durch einen Fußtritt schwere Kopfverletzungen zugefügt haben. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Der andere Verdächtige sitzt bereits seit Ende 2017 in einem anderen Strafverfahren in Untersuchungshaft.