Ministerin erinnert an Befreiung von NS-Regime

Zuletzt aktualisiert:

Die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat an das Kriegsende in Europa vor 77 Jahren erinnert und dabei aktuelle Bezüge hergestellt. "Wir müssen uns auch 77 Jahre nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft unserer Verantwortung für Frieden und Demokratie bewusst sein", erklärte sie am Freitag in Dresden. Der brutale Angriffskrieg gegen die Ukraine führe vor Augen, dass Diktatoren und Feinde der Demokratie noch deutlicher als bisher bekämpft werden müssen.

Klepsch äußerte sich auch als Vorsitzende der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. "Es bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, uns damit auseinanderzusetzen, wie es zur Machtübernahme und zu den Verbrechen der Nationalsozialisten kommen konnte. Die Gedenkstättenarbeit hilft uns dabei, die Grausamkeit der nationalsozialistischen Verbrechen nie zu vergessen und für ein demokratisches Zusammenleben einzustehen."

Die Stiftung ist Trägerin von sieben Gedenkstätten und Einrichtungen. Dazu gehören die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein zur Erinnerung an die rund 15 000 Menschen, die vom NS-Regime als "lebensunwert" eingestuft und 1940/41 den nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morden zum Opfer fielen. In der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain wird an Verbrechen der Wehrmacht im Kriegsgefangenenlager Zeithain bei Riesa zwischen 1941 und 1945 gedacht.(dpa)