Matthias Draheim

Vor fast 20 Jahren habe ich für ein Zwickauer Tonstudio Werbejingles geschrieben - zwei Wochen später war ich Nachrichtensprecher im Radio. Den einen gehörte meine Leidenschaft, die anderen konnten es bezahlen. Mittlerweile klappt beides ganz gut zusammen.

Jetzt bin ich Unterhaltungschef. Ich habe rund 100 HITRADIO-RTL-Sachsen-Hits geschrieben, mit über 2,5 Millionen Klicks im Internet - und es werden mehr. Am wichtigsten waren und sind mir dabei die Kontakte zu all den Menschen in Sachsen, denn sie liefern aus ihrer Erlebniswelt das Futter für all die Texte.

Für die vielen kleinen Heimathymnen gab es 2013 den großen Mitteldeutschen Rundfunkpreis. Auch eine Ehrung für all die Menschen in Elstra, Gornau, Bautzen, Aue, Crimmitschau, Lohmen usw. - kurz: Für all diejenigen die sich bereits einen Sachsen-Hit von uns gewünscht und bekommen haben. Schon 2001 habe ich mit lustigen Wortspielen den Sächsischen Landesmedienpreis für die beste Comedy gewonnen.

Studiert habe ich Germanistik, Musikwissenschaft und Psychologie in Chemnitz und Zwickau. Das hat nicht geschadet bei all den verrückten Radioleuten hier. Ich selber war als „Mutter Latte“ bereits meine eigene Mutter. Ich schlüpfe für die Frühaufsteher auch schon mal in die Rolle des genervten Haustechnikers oder des durchgeknallten Reporters.

Als fast berühmter Biege bin ich hin und wieder auch die kleinste Showband im Radio. Da haben sich die Tausenden Übungsstunden am Klavier als Kind ja doch noch gelohnt. Außerdem musste ich dafür damals nicht immer den Müll runterbringen, sondern meine Schwester. Natürlich habe ich nicht meine Schwester runtergebracht, sondern sie den Müll … Ihr versteht schon.

Dass auch Wissen mit Unterhaltung zusammenpasst, merke ich jeden Tag in meiner Rubrik „Aha in 30 Sekunden.” Dabei erkläre ich als „Schlaubiege“ die kleinen und großen Alltagsfragen bei den Frühaufstehern.

Schickt mir gern auch Eure Fragen und Nachrichten über unsere HITRADIO-RTL-App oder schreibt mir einfach hier … Vielleicht erzähle ich dann auch einmal, wie ich zu meinem Spitznamen „Biege“ gekommen bin.

Wir hören uns!