• Der Verkehr an der Kreuzung Marienthaler Straße - Gutenbergstraße rollt seit Freitagvormittag wieder normal. © Gert Friedrich

    Der Verkehr an der Kreuzung Marienthaler Straße - Gutenbergstraße rollt seit Freitagvormittag wieder normal. © Gert Friedrich

Marienthal: Mammutbaustelle abgehakt

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Die Baustelle auf der Gutenbergstraße war für einige Zwickauer ein Aufreger, für wohl alle Anwohner und viele Autofahrer eine Geduldsprobe. Seit Freitagvormittag ist sie Geschichte. Der Verkehr rollt wieder. Und der Ärger dürfte sich in Luft auflösen.

Acht Monate waren die untere Gutenbergstraße und das erste Stück der Olzmannstraße voll gesperrt. Die Umleitung über die Bernhardstraße war häufig eine Strapaze für alle Beteiligten. Auch im oberen Teil der „Gutenberg“ wurde längere Zeit gebaggert – unter Ausschluss des Verkehrs.

Der Kernabschnitt der Baustelle war nur 92 Meter kurz. Doch der hatte es in sich – Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn spricht von einem sehr anspruchsvollen Projekt. Vor allem die Arbeiten im Auftrag der Wasserwerke waren aufwändig. „Der Abwasserkanal liegt in einer Tiefe von drei Metern, und wenn man in einer Tiefe von drei Metern arbeiten muss, ist ein Verbau dringend erforderlich“, erklärt Thomas Pühn. Hinzu kamen noch die Trinkwasserleitung mit Hausanschlüssen und die Problematik der Straßenbahn – die Gleise mussten liegen bleiben und die Rohre unter ihnen verlegt werden. Die Olzmannstraße musste geöffnet und gesperrt werden, weil sich dort die Anschlüsse befinden.

Das Ergebnis sind jetzt vor allem ein neuer Mischwasserkanal zwischen Seifertstraße und Marienthaler Straße, eine neue Trinkwasserleitung für etwa die Hälfte der Gutenbergstraße, der Ausbau der „Gutenberg“ im unteren Bereich und eine frische Fahrbahndecke im oberen Bereich. Die Kosten liegen insgesamt bei knapp 800.000 Euro. Die Stadt musste für den Straßenbau rund 300.000 Euro bezahlen, etwa zwei Drittel davon bekam sie als Fördermittel vom Freistaat.

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