• Lohn-Plus fürs Pflastern: Wer im Garten- und Landschaftsbau arbeitet, bekommt jetzt deutlich mehr Geld.

     

Löhne im Garten- und Landschaftsbau gestiegen

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Garten- und Landschaftsbauer auch hier in der Region bekommen mehr Geld. Zum September sind die Löhne in der Branche um 3,4 Prozent gestiegen. Mitte kommenden Jahres folgt ein weiteres Plus von 3,3 Prozent. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Die Gartenbau-Gewerkschaft ruft die Beschäftigten jetzt zum Lohn-Check auf: „Mit der September-Abrechnung muss das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. Wer leer ausgeht, sollte sich an die Gewerkschaft wenden“, sagt Andreas Herrmann, Bezirksvorsitzender der IG BAU Südwestsachsen. Ab dem kommenden Jahr gelten dabei erstmals gleiche Löhne in Ost und West. „Mehr als 30 Jahre nach der Wende fällt die Lohn-Mauer in der Branche – ein wichtiger und überfälliger Schritt“, so Herrmann.

Zudem machten die höheren Einkommen die grünen Berufe deutlich attraktiver – ein entscheidender Beitrag gegen den Fachkräftemangel, so die IG BAU. „GaLa-Bauer sind bei jedem Wetter draußen und haben auch in der Pandemie durchgearbeitet. Für den körperlich anstrengenden Job gibt es nun eine faire Anerkennung, die bei jedem im Portemonnaie ankommen sollte“, ergänzt Herrmann.

An die Beschäftigten appelliert der Gewerkschafter, auf einer tariflichen Bezahlung zu bestehen. Ein gelernter Landschaftsgärtner müsse aktuell auf einen Stundenlohn von 17,24 Euro kommen. Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb im Arbeitgeberverband ist.

Laut Arbeitsagentur beschäftigt der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau im Erzgebirgskreis aktuell rund 360, im Landkreis Zwickau aktuell rund 390 Menschen.