• Protest gegen die Querdenker-Bewegung auf Leipziger Augustusplatz © Redaktion

    Protest gegen die Querdenker-Bewegung auf Leipziger Augustusplatz © Redaktion

Liveticker: Demosamstag in Leipzig

Zuletzt aktualisiert:

Zwei Wochen nach der teilweise chaotischen „Querdenken“-Demo in Leipzig kamen am Samstag erneut Gegner der Corona-Maßnahmen in Leipzig zusammen. Laut Stadt wurde eine Versammlung aus dem „Querdenken“-Umfeld mit 250 Teilnehmern angemeldet. Die Kundgebung wurde am Nachmittag jedoch kurzfristig abgesagt – obwohl schon hunderte Menschen vor Ort waren. 

Parallel dazu gab es größere Gegenproteste. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ sprach von bis zu 4.000 Teilnehmern über den Tag. Nach der Absage der Kundgebung der Corona-Gegner trafen die gegensätzlichen Lager in der Innenstadt immer wieder aufeinander, so die Polizei. Die Lage war zeitweise unübersichtlich. Die Polizei hat ein Großaufgebot eingesetzt, um die Kritiker der Corona-Politik und die Gegendemonstranten voneinander fernzuhalten. "Genehmigte Versammlungen liefen friedlich und ruhig ab.", so der Sprecher. 

21:36 Uhr: Lage in der Innenstadt hat sich entspannt

Die Lage in der Innenstadt hat sich entspannt. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Nachdem immer mehr Gegner der aktuellen Corona-Politik in kleinen Gruppen von der Polizei zum Bahnhof geleitet wurden, habe sich das Geschehen immer weiter aufgelöst. 

19:55 Uhr: Polizei zieht erstes Fazit

Die Situation rund um das Demogeschehen in Leipzig scheint sich zu entspannen. Die Polizei hat ein vorläufiges Fazit gezogen. Demnach seien die angemeldeten Veranstaltungen friedlich verlaufen.
Am Nachmittag wurde die Versammlung der Kritiker der Corona-Politik überraschend abgesagt, dadurch habe sich eine dynamische Lage entwickelt. Denn die Teilnehmer trafen in der Innenstadt auf Teilnehmer von Gegenprotesten. Die Polizei konnte beide Lager trennen, jetzt werde für einen geordneten Abgang beider Lager gesorgt, so ein Polizeisprecher aus Leipzig. 

19:10 Uhr: Polizei lässt Gegner der Corona-Regeln in Gruppen gehen

Die Lage scheint sich etwas zu entspannen in Leipzig. Die Polizei lässt jetzt Die Gegner der aktuellen Corona-Politik in kleinen Gruppen zum Bahnhof am Markt.

Polizeisprecher Olaf Hoppe:

18:40 Uhr: Die Lage bleibt weiter undurchsichtig

Weiterhin bleibt die Lage in Leipzig undurchsichtig. Laut Polizei stehen sich beide Lager nach wie vor in der Großen Fleischergasse gegenüber. Auf Twitter sind Videos aufgetaucht, in denen Corona-Gegner versuchen, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Polizeibeamte haben mit dem Einsatz von Pfefferspray darauf reagiert. 

18:10 Uhr: Beide Lager stehen sich in Leipziger Innenstadt gegenüber

Aktuelle Lagemeldung:
➡Im Bereich Große Fleischergasse stehen sich noch immer zwei Protestlager gegenüber. Unsere Kollegen trennen diese & unterbinden so ein Aufeinandertreffen.#Leipzig#le2111

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 21, 2020

17:22 Uhr: Spontane Versammlung in Innenstadt von Stadt untersagt

Demoteilnehmer aus beiden Lagern haben sich in der Innenstadt versammelt. Eine spontan angemeldete Demo wurde von der Stadt verboten.

Durch die Versammlungsbehörde der @StadtLeipzig wurde keine Spontanversammlung im Bereich Große Fleischergasse genehmigt. Die Personen werden angesprochen & können einzeln den Bereich verlassen. Verlassen diese den Ort nicht, erfolgen Identitätsfeststellungen. #le211#leipzig

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 21, 2020

16:55 Uhr: Große Versammlung von Menschen mitten in Innenstadt

Nachdem die Demo der Corona-Gegner aufgelöst wurde, haben sich die Teilnehmer in die Innenstadt begeben. Laut Polizei bleibe die Lage dynamisch. Aktuell befinden sich viele Personen in der Nähe von den Höfen am Brühl. Auch Teilnehmer von den Gegenprotesten haben sich dort versammelt. Die Polizei stellt sich zwischen die beiden Lager. 

16:40 Uhr: Die Lage in Leipzig bleibt dynamisch

Aufgrund verschiedener Auseinandersetzungen im Innenstadtbereich von #Leipzig kommt es zu temporären Straßensperrungen im Zentrum. Wir bitten den Bereich weiträumig zu umfahren. Aktuell ist die Lage sehr dynamisch. #le2111

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 21, 2020

15:40 Uhr: Versammlung auf dem Kurt-Masur-Platz findet nicht statt

Laut Polizei findet die Versammlung aus dem Umfeld der "Querdenker " auf dem Kurt-Masur-Platz nicht statt. Der Versammlungsleiter selbst hatte die Anmeldung zurückgezogen. Grund sei ein Maskenbefreiungs-Attest, der nicht akzeptiert wurde. Die Versammlungsteilnehmer werden jetzt gebeten, den Platz zu verlassen. Viele strömen bereits in Richtung Hauptbahnhof, das berichtet unser Reporter. 

15:16 Uhr: Maximal erlaubte Teilnehmerzahl bei Corona-Gegnern erreicht

Die maximale Teilnehmerzahl der Versammlung auf dem Kurt-Masur-Platz in #Leipzig ist erreicht. Die Zugänge wurden daher durch unsere Einsatzkräfte geschlossen. Umstehende Personen fordern wir auf, den Bereich zu verlassen. #le2111

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 21, 2020

15:00 Uhr: Polizei Kontrolliert Reisegäste am Hauptbahnhof

Die Polizei kontrolliert aktuell eine Reisegruppe aus Eisenach am Hauptbahnhof. Rund 50 Personen sind per Zug angereist und gehören vermutlich zu den Corona-Gegner. Noch gibt es aber kein Weiterkommen in die Stadt für die Personen.

14:30 Uhr: Der Augustusplatz füllt sich

Der Augustusplatz wird immer voller. Dort ist der Versammlungsort der Gegenprotestler. Schätzungsweise 1.000 Menschen sind dort vor Ort. 

13:20 Uhr: Demo der Corona-Gegner ist gestartet

Um 13 Uhr ist die Demo der Corona-Gegner auf dem Kurt-Masur-Platz gestartet. Bislang sind nur schätzungsweise 10 Personen da. Angemeldet wurden 250 Teilnehmer. 

Die Gegenproteste finden auf dem angrenzenden Augustusplatz statt. Dort sind mittlerweile ca. 500 Teilnehmer eingetroffen.

12:55 Uhr: Wasserwerfer stehen bereit

Die Wasserwerfer der Polizei stehen in der Goethestraße bereit

12:39 Uhr: Augustusplatz füllt sich langsam

Der Augustusplatz füllt sich langsam. Dort werden die Teilnehmer der Gegendemos erwartet. Die Teilnehmer der Demo gegen die Corona-Maßnahmen werden demnächst am Versammlungspunkt am Kurt-Masur-Platz erwartet

12:30 Uhr. Mendebrunnen mit Kreide beschrieben

Auf dem Mendebrunnen haben Unbekannte den Spruch "Abstand und Maske für Leipzig" geschrieben

12:06 Uhr: Im Innenstadtbereich ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen

11:30 Uhr: Helikopter sind im Einsatz

Aufgrund der erwarteten Dimension hat die Polizeidirektion Leipzig über das Sächsische Staatsministerium des Innern Unterstützung angefordert. Die Bereitschaftspolizei sowie Bundespolizisten aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt sind angerückt. Situationsabhängig werden Polizeihubschrauber ebenso zum Einsatz kommen wie Bildübertragungen von Polizeikameras. Zur Übermittlung der polizeilichen Maßnahmen werden Kommunikationsteams sowie Lautsprecherfahrzeuge an den Schwerpunkten eingesetzt. Auch Wasserwerfer und eine Reiterstaffel stehen bereit.

11:20 Uhr: Übersicht über Versammlungsgeschehen

Dem Ordnungsamt liegen für Samstag, den 21. November, nachfolgende Versammlungsanzeigen im Innenstadtbereich vor:

1. Kundgebung "Kritisch bleiben. Abstand halten. Freiheit solidarisch leben. - Für Konsequenzen aus dem Desaster von #le0711.", 12.30 bis 20 Uhr, Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz", kleiner Wilhelm-Leuschner-Platz, ca. 100 Teilnehmer

2. Kundgebung "Gegen die rechte Raum- und Deutungsnahme von 1989", 12.30 bis 20 Uhr, natürliche Person, Kreuzung Augustusplatz inklusive Georgiring, (neu: Grimmaischer Steinweg) max. 1.000 Teilnehmer

3. Kundgebung "Kritisch bleiben. Abstand halten. Freiheit solidarisch leben. - Für Konsequenzen aus dem Desaster von #le0711.", 12.30 bis 20 Uhr, Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz", Augustusplatz / Opernseite, max. 1.000 Teilnehmer

4. Kundgebung "Kolumbien. Wir wollen für den Schutz zu Gunsten des kolumbianischen Friedensprozess demonstrieren", 14 bis 16 Uhr, Anzeigender: natürliche Person, kleiner Willy-Brandt-Platz (Ostseite), max. 50 Teilnehmer

5. Kundgebung "Frohe Botschaft, Friede durch Jesus Christus", 12 bis 17 Uhr, Anzeigender: natürliche Person, Markt (gegenüber Zara), ca. 5 Teilnehmer

6. Kundgebung "Information über Verfolgung von Falun Gong Praktizierende und Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden ich China, End CCP.", 10 bis 19.30 Uhr, Anzeigender: natürliche Person, Petersstraße / Höhe Musikschule, ca. 25 Teilnehmer

7. Kundgebung "Das Leben nach Corona", 13 bis 18 Uhr, Anzeigender: Mitteldeutschland-MD, Kurt-Masur-Platz, ca. 250 Teilnehmer,

8. Kundgebung "Kritisch bleiben. Abstand halten. Freiheit solidarisch leben. - Für Konsequenzen aus dem Desaster von #le0711.", 12.30 bis 20 Uhr, Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz", Augustusplatz / Gewandhausseite, ca. 400 Teilnehmer

Im Zuge dessen kann es – obwohl keine Versammlungen direkt auf dem Ring stattfinden sollen – im Bereich des Innenstadtringes zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Bitte beachten Sie – ob als Besucher der Leipziger Innenstadt oder auch Versammlungsteilnehmer – die Vorgaben der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, insbesondere die Regeln zur Abstandswahrung und zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung an Haltestellen, in Ladengeschäften, in den Fußgängerzonen der Leipziger Innenstadt sowie als Teilnehmer von Versammlungen. 

11:10 Uhr: Ministerpräsident Michael Kretschmer "Wir brauchen eine respektvolle Diskussionskultur"

Leipzig bereitet sich auf einen weiteren Demo Tag vor. Acht Demos sind für heute angemeldet, darunter auch eine aus dem "Querdenken"-Umfeld. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dazu heute bei uns im Interview, dass es jetzt darum geht, einen Weg durch diese schwierige Zeit zu finden und betonte dabei eine vernünftige, respektvolle Diskussionskultur:

10:45 Uhr: Leipzig bereitet sich auf Demonstrationen vor

Seit acht Uhr gilt die Innenstadt als Kontrollbereich, wie ein Polizeisprecher sagte. Bis zum Abend können dort somit anlasslose Personenkontrollen stattfinden. Rund um den Augustusplatz und den Kurt-Masur-Platz stehen zudem Metallgitter bereit, die im Tagesverlauf errichtet werden sollen.  Die Polizei rechnet mit Teilnehmerzahlen im vierstelligen Bereich. «Das lässt sich aber nur schwer einschätzen - es ist sehr ungewiss, was kommt» sagte der Polizeisprecher.