• Tagebaubetreiber wurde mit dem industriellen Anbau von Hanf für den Brandeburger Innovationspreis nominiert.

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LEAG greift nach Innovationspreis für Hanfanbau

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Tagebaubetreiber LEAG ist weiter im Rennen um den mit 30.000 Euro dotierten Brandenburger Innovationspreis. Mit dem regionalen Anbau und der Verarbeitung von Hanf ist das Unternehmen für eines der drei Preiscluster nominiert.

"Es ist ein Projekt, das von Anfang bis Ende völlig regional ist." - erklärt LEAG-Sprecher Thoralf Schirmer. Man setze von Produktion bis Verkauf ausschließlich auf regionale Partner. Auch das sei ein ausschlaggebender Faktor, um den Preis zu gewinnen - hieß es.

Neben der LEAG gibt es 15 weitere Mitbewerber. Eine Jury soll dann im Herbst die neun Preisträger küren. Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen sein Portfolio erweitert und damit begonnen auf Rekultivierungsflächen in der Lausitzer Tagebauregion Hanf industriell anzubauen.

An den Tagebauen Reichwalde und Jänschwalde wurden drei Sorten Hanf ausgesät. Aus ihnen lässt sich proteinreiches Öl gewinnen. Die Pflanzenfasern können für Textilien oder Dämmstoffe genutzt werden.  Ein weiterer Feldversuch wurde am Tagebau Nochten gestartet. Dort experimentiert die LEAG mit Lavendel und auch mit Szechuan-Pfeffer. Wenn die kleinen roten kugelförmigen Kapselfrüchte mit dem scharfen Aroma unter der Lausitzer Sonne gedeihen, könnten sie vielleicht ein Exportschlager für die Gourmet-Gastronomie werden.

Audio:

LEAG-Sprecher Thoralf Schirmer zum Projekt