Landtag muss über längeres gemeinsames Lernen beraten

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Der Volksantrag für „Längeres gemeinsames Lernen“ in Sachsen ist zulässig. Das hat Landtagspräsident Matthias Rößler am Donnerstag bestätigt. Mehr als 50.000 Unterschriften sind zusammengekommen – damit kann sich der Landtag mit dem Antrag beschäftigt.

Noch vor der Landtagswahl hatte sich ein Bündnis mit Unterstützung von SPD, Linke und Grüne für das längere gemeinsames Lernen nach der vierten Klasse stark gemacht. Die CDU lehnte bislang diese neue Schulform ab. Nun muss in den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU, SPD und Grünen ein Weg erarbeitet werden, wie möglicherweise doch noch Gemeinschaftsschulen im sächsischen Schulsystem integriert werden könnten.

Lehnt der Landtag den Antrag ab, könnte das Bündnis ein Volksbegehren in Kraft setzen. Dafür müssten allerdings 450.000 gültige Unterschriften zusammenkommen. Ziel ist das gemeinsame Lernen von der ersten bis zur zwölften Klasse.