• Das Landratsamt in Annaberg-Buchholz. Foto: Janis Müller.

    Das Landratsamt in Annaberg-Buchholz. Foto: Janis Müller.

Landrat Vogel sieht erste Erfolge des Teil-Lockdowns im Erzgebirge

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Weniger Kontakte und ein geändertes Freizeitverhalten haben im Erzgebirge dazu geführt, dass man mittlerweile mit der Kontaktverfolgung bei positiven Befunden nachkommt. Das sagte Landrat Frank Vogel am Donnerstag auf der wöchentlichen Pressekonferenz zur Coronalage.

Erneut erklärte er auch, warum es nach wie vor keine Zahlen für die einzelnen Orte gibt. Man befürchte vor allem in kleinen Gemeinden eine gewisse "Ächtung" von positiv Getesteten, Betroffene seien auf ihn zugekommen, so Vogel. Zweitens müsste die die Aufschlüsselung nach Gemeinden auch händisch erfolgen, dafür fehle nach wie vor das Personal und drittens werde die Risikobewertung auch immer insgesamt für einen Landkreis gemacht – da spiele es keine Rolle, ob es in einem Ort keine Fälle gibt und im nächsten recht viele.

Frank Reißmann vom Gesundheitsamt führte an, dass derzeit 209 Menschen mit Covid-19 stationär in den sechs Krankenhäusern im Landkreis behandelt werden, 23 mit schwerem Verlauf (Stand 18.11.) Die meisten Infizierten im Erzgebirgskreis sind den Angaben zufolge zwischen 35 und 59 Jahre alt. Diese Personengruppe zeichne sich durch eine hohe Mobilität aus, vor allem weil sie berufstätig ist. Deswegen sei es auch auf Arbeit besonders wichtig Abstand zu Kollegen zu halten und Maske zu tragen.

Zu Wort kam auch Dr. Constanze Fisch, sie ist Geschäftsführerin an den Kliniken Erlabrunn. Problematisch sei der mittlerweile hohe Krankenstand bei Mitarbeitern.

Das Robert-Koch-Institut meldet 151 neue Corona-Infektionen im Erzgebirgskreis und drei neue Todesfälle (Stand 19. November, 0 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei gut 242.

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Frank Vogel zu ersten Erfolgen

Constanze Fisch zur Lage an den Kliniken Erlabrunn

Frank Vogel zu Zahlen für einzelne Gemeinden