Kretschmer: Länder sollen alle Instrumente für Corona nutzen können

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Die Bundesländer sollen nach den Worten des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) alle Instrumente in die Hand bekommen, um die Corona-Krise zu meistern. Der 46 Jahre alte Regierungschef zeigte sich nach dem Gespräch der Länderchefs mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) am Dienstag zuversichtlich, dass man nun auf einem guten Weg sei.

"Wir sind uns einig, dass diese Entwicklung, wie sie derzeit läuft, große Risiken birgt und es ein aktives Handeln braucht. Das Gebot der Stunde ist, Kontakte zu reduzieren", sagte Kretschmer. Das sei in Sachsen noch viel deutlicher als etwa in Schleswig-Holstein. Aber allen Kolleginnen und Kollegen sei klar, dass niemand verschont bleiben wird. "Überall steigen die Zahlen." Man werde sich an diesem Donnerstag noch einmal treffen und dann Entscheidungen treffen. Bund und Länder würden gemeinsam Verantwortung tragen wollen. "Wir sind wieder auf einem Weg, der viele Jahre erfolgreich war - nicht konfrontativ, sondern gemeinsam." Das stimme hoffnungsvoll.

Kretschmer ging davon aus, dass dann entschieden wird, die Bundesliga ohne Zuschauer auszutragen. Auch über Silvester und das Feuerwerk werde man noch einmal diskutieren. Kretschmer hatte sich schon zuvor gegen Feuerwerk ausgesprochen. Ob man in Sachsen einen harten Lockdown brauche, müsse in den kommenden beiden Wochen entschieden werden. Derzeit gebe es keine konkreten Pläne. Man beobachte die Situation aufmerksam. Er spüre in der Bevölkerung eine Akzeptanz für härtere Maßnahmen. Doch man müsse nun sehen, wie der Bundesgesetzgeber das Infektionsschutzgesetz ausgestaltet. Sachsen liege daran, damit nicht bis zum 15. Dezember zu warten. (dpa)