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"Krankenschein per Telefon - nicht mit mir!"

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Patienten mit Atemwegsbeschwerden, also Erkältungen, können wieder bei Anruf Rezept und Krankenschein bekommen. Die Sonderregelung  vom Frühjahr ist angesichts stark steigender Corona-Zahlen in Kraft gesetzt worden.  Es geht darum, das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Wer also erkältet ist, braucht nur zum Telefon zu greifen, dem Doktor seine Symptome zu schildern  - der Krankenschein folgt.

Aber nicht alle machen mit. Doktor Gottfried Hanzl aus Oderwitz will den Patienten schon persönlich sehen und untersuchen. Der Mediziner hält nichts von der Visite per Telefon. Die Gefahr sei groß, dass Patienten davon großzügig Gebrauch machten, sagte er uns. Mit seinen 70 Jahren hat er schon einiges erlebt. "Nach einem Jahr muss ich Stellung nehmen, warum ich den Patienten krank geschrieben habe. Dann werde ich vielleicht noch  von seinem Arbeitgeber in Regress genommen."

Aber ist ihm nicht bange vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko, wenn das Wartezimmer voll ist? "Nein, wir beachten die Hygieneregeln."

Hanzl ist Beisitzer des Sächsischen Hausärzteverbandes.

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Reporter Knut-Michael Kunoth