• In Pölbitz musste die Feuerwehr ein Dach sichern. © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

    In Pölbitz musste die Feuerwehr ein Dach sichern. © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

  • © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

    © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

  • Die Kameraden mussten Bäume von Fußwegen in Pölbitz räumen, die Sturmtief "Dragi" am Samstag zum umstürzen gebracht hatte. © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

    Die Kameraden mussten Bäume von Fußwegen in Pölbitz räumen, die Sturmtief "Dragi" am Samstag zum umstürzen gebracht hatte. © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

  • © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

    © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

  • © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

    © Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Mitte

  • Dieses Bild hat uns Nadine aus ihrem Garten in Zwickau-Oberhohndorf geschickt. © Nadine Ständer

    Dieses Bild hat uns Nadine aus ihrem Garten in Zwickau-Oberhohndorf geschickt. © Nadine Ständer

  • Dieses Bild hat Jörg Cionaka am Montagmorgen auf der Äußeren Dresdner Straße gemacht. © Jörg Cionaka

    Dieses Bild hat Jörg Cionaka am Montagmorgen auf der Äußeren Dresdner Straße gemacht. © Jörg Cionaka

  • Im Sahnpark Crimmitschau haben am Montag Waldarbeiter die ersten umgeknickten Bäume zerlegt. © Ralph Köhler

    Im Sahnpark Crimmitschau haben am Montag Waldarbeiter die ersten umgeknickten Bäume zerlegt. © Ralph Köhler

Knapp 300 Einsätze durch Sturmtiefs am Wochenende

Zuletzt aktualisiert:

Sturmtief "Eberhard" ist am Sonntag über Zwickau gezogen und hat Sachschaden hinterlassen. Dächer wurden abgedeckt, Bäume stürzten um, es gab Stromausfälle. Verletzt wurde nach ersten Informationen von Polizei und Rettungsleitstelle im gesamten Zuständigkeitsbereich zum Glück niemand. Insgesamt mussten Feuerwehr und Polizei zwischen Sonntagvormittag und Montagnacht im Landkreis Zwickau und im Vogtland zu fast 300 Einsätzen ausrücken.

Das Zentrum des Sturms bewegte sich vom Vogtland über den Landkreis Zwickau bis nach Dresden, sagte Enrico Pohl von der Zwickauer Rettungsleitstelle unserem Sender. Der Sturm sei vergleichbar gewesen mit "Friederike" im Januar 2018.

Auch die Zwickauer Polizei war am Sonntagnachmittag schon mehrfach im Einsatz wegen heruntergefallener Dachziegel, umgeknickten Strommasten und vor allem umgestürzter Bäume. In St. Egidien auf der Achatstraße fiel während der Fahrt ein Baum auf die Motorhaube eines Autos. Der 36-jährige Fahrer blieb unverletzt.

In Glauchau stürzte eine Litfaßsäule um und traf einen PKW. Im Ortsteil Rothenbach war der Strom ausgefallen, hier war ein Oberleitungsmast umgekippt und die Leitungen gerissen. In Limbach-Oberfrohna war ein Baum auf ein Auto gestürzt. Am PKW entstand Totalschaden.

In Bergen im Vogtland waren Oberleitungen auf zwei Autos gefallen. Der Schaden hier beträgt 12.000 Euro. Der gesamte Unwetterschaden konnte noch nicht beziffert werden.

Die Vogtlandbahn hat den Verkehr in Sachsen seit Sonntagabend 20 Uhr eingestellt. Am Montagmorgen sollten zunächst Erkundungsfahrten durchgeführt werden. Für Fahrgäste wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Schon seit Samstag hatte Strumtief "Dragi" die Feuerwehr auf Trab gehalten. In Zwickau-Pölbitz mussten die Kameraden ein abgedecktes Dach an der Schlachthofstraße sichern und Bäume von Fußwegen räumen. Außerdem drohten am ehemaligen Hotel "Sachsenring" lose Fenster herunterzustürzen, die gesichert werden mussten. Wie uns Robert Kindermann von der freiwilligen Feuerwehr Zwickau-Mitte sagte, blieben die Kameraden deswegen von der Nachtschicht verschont:

Update Montag 12:29 Uhr: Die Stadt Zwickau hat eine Sturmbilanz herausgegeben. Demnach habe es nur im Stadtgebiet Zwickau 29 Einsätze gegeben. "Wir sind sehr glimpflich davon gekommen", resümierte Stadtsprecher Mathias Merz. Es seien nur wenige Schäden an Gebäuden bekannt. So lösten sich vom Dach der Kita "Sachsenring" einige Dachschindel. Am Gewandhaus, das derzeit saniert wird, wehte es einzelne Planen weg und Bauzäume stürzten um. An der Scheffelbergschule stürzten drei Bäume um.

Für Spaziergänger in Parks, auf Friedhöfen oder auch im Weißenborner Wald ist Vorsicht geboten. Etwa 700 laufende Meter Holz seien dem Orkan zum Opfer gefallen. Deshalb sind Wege teilweise gesperrt. Abgebrochene Bäume und Äste werden in den nächsten Wochen beseitigt.

Update Montag 11:13 Uhr: Im Stadion in Eckersbach sind mehrere Werbebanden vom Sturm beschädigt worden, teilte der FSV Zwickau via Twitter mit. Die Höhe des Sachschadens, konnte noch nicht beziffert werden.

#Sturmtief#Eberhard hat auch in unserem #Schwanennest ganze Arbeit geleistet #DIESCHWÄNEpic.twitter.com/w8eiV29cLH

— FSV Zwickau (@FSVZwickau) 11. März 2019

Update Montag 10:01 Uhr: Die Vogtlandbahn hat den Zugverkehr auf fast allen Strecken wieder aufgenommen. Sprecher Jörg Puchmüller sagte uns, dass nur die Strecke zwischen Falkenstein und Herlasgrün noch gesperrt sei. Dort werden Äste von den Schienen geräumt. Ansonsten habe sich alles normalisiert.

Update Montag 09:42 Uhr: Auch im Tierpark Hirschfeld sind durch den Sturm am Sonntagabend wieder Bäume umgestürzt. Extreme Schäden wie Herbststurm "Fabienne" habe "Eberhard" aber zum Glück nicht hinterlassen, sagte uns Tierpark-Chefin Ramona Demmler. Der Tierpark hat wie gewohnt auf.

Update Montag 09:07 Uhr: Sturmtief "Eberhard" hatte Schnee im Gepäck und vor allem auf den Straßen rund um Zwickau für Verkehrschaos gesorgt. Unter anderem auf der Mitteltrasse, B93, B173 und B175 und auf der Freitagstraße zwischen Mülsen und Zwickau kamen Autofahrer am Montagmorgen nicht voran.Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor einem Wintergewitter gewarnt.