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Kinder im Gleis rufen Bundespolizei auf den Plan

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Auf der Bahnstrecke von Chemnitz nach Leipzig haben gefährliche Mutproben die Bundespolizei alarmiert. Bei Burgstädt wurden in den letzten Tagen mehrere Kinder auf den Schienen gesichtet. Ein Lokführer berichtet, dass sie erst kurz vor dem Zug auf die Bahngleise treten und dann wieder verschwinden.

Am Freitagnachmittag musste deshalb der Zugverkehr auf der Strecke komplett eingestellt werden. Streifen der Bundespolizei rasten mit Blaulicht zur besagten Stelle, trafen aber niemanden mehr an. Anwohner gaben auf Befragen an, dass sie nur das Warnsignal des Zuges gehört hatten - Hinweise zu Kindern konnten sie keine geben. Ab 18:30 Uhr wurde die Strecke für "Fahren auf Sicht" (maximale Geschwindigkeit 40 km/h) wieder freigegeben. Jetzt sind die Beamten in den umliegenden Schulen unterwegs, um die Kinder über die Gefahren aufzuklären.

Die Bundespolizei warnt: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Jeder Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich. Züge nähern sich lautlos, fahren in zwei Sekunden 100 Meter und haben lange Bremswege. "Jeder Unfall ist einer zu viel" sagt Polizeihauptkommissar Andre´ Leistner - verantwortlich für die Polizeiliche Kriminalprävention in der Bundespolizeiinspektion Chemnitz. "Wir wollen, dass alle Kinder wieder gesund und munter nach Hause kommen."