"In jedem 15. bis 20. Sarg ein Corona-Toter"

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Bekommen wir wieder die Bilder wie vor einem Jahr zu sehen – überfüllte Leichenhallen, Krematorium, die rund um die Uhr arbeiten? Hoffentlich nicht.  Fakt ist aber, dass die Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wieder steigen. Das Team im Görlitzer Krematorium trifft Vorbereitungen.. Ein Notfallprogramm wurde aufgestellt. Die Leiterin der Friedhofsverwaltung, Eveline Mühle, gehört dem in der letzten Woche wieder einberufenen Sonderstab des Görlitzer Oberbürgermeisters an.

"Wir hatten das ganze Jahr viele Sterbefälle. Im Moment liegt die Zahl hoch. Das ist aber nicht ungewöhnlich für November. Jeder 15. bis 20. Sarg ist ein Corona-Toter".

Es habe alles Grenzen, "wenn uns die Technik nicht mehr weiter helfen sollte oder die Mitarbeiter im Krematorium selbst erkrankt sind. Dann nutzt es uns nichts, dass wir auch sonntags arbeiten dürfen", so Eveline Mühle.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Eveline Mühle, Leiterin des städtischen Friedhofes Görlitz