Toter in Neiße ist höchstwahrscheinlich der vermisste Schlauchbootfahrer

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Es herrscht fast Gewissheit. Bei dem Toten aus der Neiße in Görlitz handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten Schlauchbootfahrer. Das sagte uns Polizeisprecherin Anja Leuschner. Der Staatsanwalt will aber auf Nummer sicher gehen. Er hat eine Obduktion angeordnet. Von den Ergebnissen erwarten die Ermittler auch Aufschluss zur Todesursache. Die Polizei geht davon aus, dass der 34-Jährige ertrunken ist.

Ein Görlitzer hatte am vergangenen Samstag mit seiner Frau eine Wasserwanderung unternommen. An einem Wehr kenterte das Schlauchboot. Die 32-jährige Frau konnte sich ans Ufer retten. Sie trug eine Rettungsweste. Ihr gelang es offenbar, auf dem Grund unter der Wasserwalze durchzutauchen. Sie konnte sich ans Ufer retten. Gestern Nachmittag wurde ein Mann leblos treibend auf der Neiße entdeckt - rund einen Kilometer unterhalb des Wehrs.  

Polizei und Feuerwehr hatten vier Tage nach dem Vermissten gesucht. Am Anfang war unklar, wer für die Ermittlungen zuständig ist. Das umgekippte Schlauchboot wurde mitten im Fluss entdeckt - auf der Grenzlinie. Die Frau rettete sich auf die polnische Seite. Von höchster Stelle in Sachsen wurde entschieden, dass die deutsche Wasserschutzpolizei die Ermittlungen führt und damit ein Staatsanwalt in Dresden den Vorfall untersucht.