IG Bau fordert vom Zoll höheren Kontrolldruck

Zuletzt aktualisiert:

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hat den Zoll zu verstärkten Kontrollen bei Baufirmen aufgefordert. Häufig hätten es die Zöllner im Landkreis Zwickau mit “Tricksereien beim Lohn” zu tun, teilte die Gewerkschaft heute mit. Im ersten Halbjahr 2021 hätten Beamte in der Region 861 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet - etwa weil Mindestlöhne unterschritten, Löhne gar nicht oder zu spät gezahlt wurden. Dabei seien Bußgelder von rund einer Million Euro verhängt worden - davon 280.000 Euro gegen Baufirmen. Die Gewerkschaft beruft sich auf Angaben des Bundesfinanzministeriums.

“Die Zahlen zeigen, dass es viele Firmen mit der Bezahlung ihrer Beschäftigten nicht so genau nehmen. Sowohl bei den speziellen Branchenmindestlöhnen wie auf dem Bau als auch beim gesetzlichen Mindestlohn”, kritisierte Andreas Herrmann, Bezirksvorsitzender der IG Bau Südwestsachsen. Der Staat müsse sicherstellen, dass sich die Firmen auch an die Vorschriften hielten und für einen “höheren Kontrolldruck” sorgen. Das gelinge aber nur, wenn die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Erfurt personell aufgestockt werde. (dpa)