Helmsdorf: Mammut-Projekt befindet sich kurz vor dem Ziel

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In Helmsdorf ist am Dienstagmittag die neue Anlage zur Wasserbehandlung offiziell übergeben worden. Das Bauvorhaben für knapp zwölf Millionen Euro war einer der letzten großen Schritte bei der Sanierung des Wismutareals. Nächstes Jahr soll sie abgeschlossen werden. Rund 240 Millionen Euro werden es dann sein, die dafür investiert wurden.

Helmsdorf ist die zweitgrößte Uran-Absetzanlage Europas. 45 Millionen Kubikmeter radioaktiv belastete Schlämme lagern dort. In den 90er Jahren ist damit begonnen worden, Folgen zu beseitigen oder zu mindern. Die Schlämme werden entwässert. Das kontaminierte Sickerwasser wird durch das Drainagesystem aufgefangen, in der neuen Anlage gereinigt und in die Mulde geleitet. Da es weniger Wasser geworden ist, war die alte Anlage zu groß und unwirtschaftlich.

Wenn die Sanierung nächstes Jahr beendet ist, heißt das noch nicht, dass das Gelände sofort für die Bevölkerung freigegeben wird. Das sei langfristig vorgesehen, war von der Geschäftsleitung der Wismut GmbH zu erfahren.

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Jan Laubrich, Projektleiter Wasserbehandlungsanlagen