Hartmannsdorfer Forst: Soldaten haben Kampfmittel hinterlassen

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Im Hartmannsdorfer Forst wird von einer Kampfmittel-Belastung ausgegangen. Das teilte heute das DBU Naturerbe mit, eine Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In den vergangenen Monaten sei es vermehrt zu Kampfmittel-Funden gekommen. Deshalb werden die Besucher gebeten, auf den ausgewiesenen Wege zu bleiben. Weiter wird appelliert, nicht im Boden zu buddeln. Wer dennoch Munitionsreste findet, sollte sie nicht berühren und den Fundort der Polizei melden.

Der Forst war über 40 Jahre Militärgebiet. Ab Mitte der 60er Jahre nutzte ihn die NVA für Übungen, später die Bundeswehr. Im Norden gab es einen Schießplatz. 2008 übernahm das DBU Naturerbe.

Nach den Kampfmittelfunden in letzter Zeit und den Einsätzen des Räumdienstes gab es ein Treffen von Verantwortlichen – beteiligt waren unter anderem Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst. Mögliche Sicherheitsvorkehrungen wie Warnschilder und Absperrungen werden geprüft.

Der Hartmannsdorfer Forst befindet sich im Süden des Landkreises und größtenteils auf dem Gebiet der Gemeinde Hartmannsdorf. Die Wander- und Reitwege sind sehr beliebt. Der Hirschenstein ist mit 610 Metern der höchste Berg im Kreis Zwickau.