Haftstrafen für Mitglieder von Terrorgruppe "Oldschool Society"

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Leipzig -Vier Mitglieder der rechts­ex­tremen "Oldschool Society" müssen zwischen drei und fünf Jahre ins Gefängnis. Das entschied am Mittwoch­vor­mittag das Oberlan­des­ge­richt München. Nach dem elfmo­na­tigen Prozess sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Angeklagten eine terro­ris­ti­sche Verei­ni­gung gebildet hatten.  Ihr Ziel sollen Anschläge auf Flücht­linge gewesen sein.

Sie hätten damit Ausländer aus Deutsch­land vertreiben wollen, erklärte der Vorsit­zende Richter in der Urteils­be­grün­dung. Die drei Männer und eine Frau aus Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen hatten sich über das Internet

zusam­men­ge­funden.

Die Gruppe war kurz vor einem geplanten Spreng­stoff­an­schlag auf ein Asylheim in Borna hochge­nommen worden. Die Gruppe hatte u.a. auch einen Anschlag auf die Frauenkirche in Dresden, aber auch auf Kitas oder Moscheen diskutiert. Die Kommunikation wurde teilweise in offenen Gruppen in Facebook, sowie unverschlüsselt in Handy-Chats geführt - die Gruppe wurde zeitweise als "dümmste Terrorgruppe Deutschlands" betitelt.

Mit dem Strafmaß von drei bis fünf Jahren Gefängnis blieb das Gericht etwas unter der Forde­rung der Bundes­an­walt­schaft. Die Vertei­diger hatten Freisprüche gefor­dert.