• Angeklagter Rainer T. auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung. (c) Frank Vacik

Haftstrafe für mutmaßlichen "Reichsbürger" aus dem Vogtland

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Zwickau -

Ein mutmaßlicher "Reichsbürger" ist auch in zweiter Instanz zu einer Gefängnisstrafe unter anderem wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt worden. Im Berufungsprozess verhängte das Landgericht Zwickau am Dienstag eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren.

Das Gericht sah es auch in zweiter Instanz als erwiesen an, dass der mehrfach vorbestrafte 63-Jährige unerlaubt ein Gewehr sowie mehrere tausend Schuss Munition besessen hat. Die geladene Büchse war bei einer Durchsuchung Ende 2016 in seinem Haus in Voigtsgrün sichergestellt worden. Der Mann hatte zugegeben, dass die Waffe hinter der Badtür gestanden hatte.

Der frühere Sportschütze bezeichnete im Prozess seine Verhandlung als "politisches Verfahren". Er selbst sieht sich nicht als sogenannter Reichsbürger. "Ich habe mich nie als solcher erklärt", sagte er. "Reichsbürger" leugnen die Existenz der Bundesrepublik leugnet und erkennen auch keine Verwaltungsakte an. (dpa)