• Stau auf der A 4 bei Bautzen. Fast schon alltäglich. Foto: kmk

    Stau auf der A 4 bei Bautzen. Fast schon alltäglich. Foto: kmk

Grünes Licht für Ausbau der A 4 nach Bautzen

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Der Bund hat grünes Licht für den Ausbau der A 4 zwischen dem Autobahndreieck Nossen und Bautzen-Ost gegeben. Nun können die Planungen beginnen. achsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sprach von einem großen Erfolg. Ein Aufschieben auf den nächsten Bundesverkehrswegplan wäre unverantwortlich gewesen. 

Für den sechsstreifigen Ausbau der A 4 von Dresden bis Bautzen hatten sich Landtagsabgeordnete aus der Oberlausitz stark gemacht. Sie schlossen sich zur "Allianz für den Ausbau der A 4" zusammen und machten maßgeblich Druck beim sächsischen Verkehrsministerium. Die Behörde hielt anfangs einen Ausbau für nicht notwendig.

Die einzelnen Abschnitte und die Kosten:

A 4 AD Nossen (A 14) – AD Dresden-West (A 17) achtstreifiger Ausbau, Länge: 18,2 km

Gesamtkosten: 233,9 Mio. Euro (davon Neubau 64,8 Mio. Euro)

A 4 AD Dresden-West (A 17) – AD Dresden-Nord (A 13) achtstreifiger Ausbau, Länge: 14,2 km

Gesamtkosten: 487,1 Mio. Euro (davon Neubau 275,5 Mio. Euro)

A 4 AD Dresden-Nord (A 13) – AS Pulsnitz (S 95) sechsstreifiger Ausbau, Länge: 15,3 km

Gesamtkosten: 145,3 Mio. Euro (davon Neubau 60,3 Mio. Euro)

In der Pressemitteilung des Verkehrsministeriums heißt es: "Insbesondere vor dem Hintergrund des erheblichen Lkw-Anteils wurde mit Schreiben vom 14. Mai 2019 der Antrag auf einen weiterführenden Ausbau bis Bautzen-Ost gestellt (Länge: 38,1 km, geschätzte Kosten: 366 Mio. Euro)".

Und weiter:

"Östlich Dresden (A 13) liegt das durchschnittliche Verkehrsaufkommen zwischen 67.000 Kfz/24h im Bereich des AD Dresden-Nord und 57.000 Kfz/24h im Raum Pulsnitz (DTV Mo-Fr). Die Spitzenwerte liegen zwischen 85.000 und 65.000 Kfz/24h. In Richtung Bundesgrenze Deutschland/Polen nimmt das Gesamtverkehrsaufkommen stetig ab, die Lkw-Anteile steigen jedoch weiter: Im Bereich von Görlitz wiesen die Zählungen im Jahr 2018 ein Gesamtaufkommen von ca. 27.000 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von ca. 42 Prozent aus. Bundes- und Landesverkehrsprognosen gehen von weiteren erheblichen Steigerungen insbesondere im Güterverkehr aus.

Die Aufnahme des Ausbaus der A4 bis zur Bundesgrenze in den Entwurf des Strukturstärkungsgesetzes durch den Bund unterstreicht zusätzlich die Bedeutung des Vorhabens für die Erreichbarkeit der Lausitz. Die Kosten zwischen der AS Bautzen-Ost und der Bundesgrenze Deutschland/Polen werden derzeit nochmals auf ca. 900 Mio. Euro geschätzt".