• Binnen kürzester Zeit brannte das leerstehende Gebäude lichterloh. Foto (c) Harry Härtel/ härtelpress.

  • Das Ausmaß des Feuers. Foto (c) Harry Härtel/ härtelpress.

Großbrand in Bernsdorf hält Feuerwehr in Atem

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Chemnitz -

Im Chemnitzer Stadtteil Bernsdorf ist am Dienstagabend eine Industriebrache in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus, konnte aber trotzdem kaum etwas ausrichten. Das dreistöckige Gebäude befindet sich mitten im Innenhof eines Wohnkarrees an der Turnstraße. Es gibt keine direkte Zufahrt. Dementsprechend lange dauerten die Löscharbeiten.

Das Feuer ist wahrscheinlich durch Brandstiftung entstanden. Auch wenn der Brandort noch nicht in Augenschein genommen werden konnte, sei ein technischer Defekt auszuschließen, teilte die Polizeidirektion Chemnitz am Mittwochnachmittag mit. Deshalb müsse man von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung ausgehen. Anwohner hätten berichtet, dass sich zuvor mehrere Kinder beziehungsweise Jugendliche auf dem Gelände aufgehalten hätten. Die Polizei sucht sie jetzt als Zeugen.

Das Feuer war am Dienstagabend ausgebrochen und beschäftigte auch am Mittwoch noch Feuerwehr und Polizei. Noch am Mittwochabend sollte damit begonnen werden, das Gebäude mit schwerer Technik abzutragen, um zu den Glutnestern vorzudringen, hieß es. Die Feuerwehr hatte sich schon in der Nacht dazu entschieden, das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. Stattdessen sollten die umliegenden Gebäude geschützt werden.

 Menschen wurden nicht verletzt. Eines der umliegenden Wohnhäuser musste evakuiert werden. Der Giebel des brennenden Hauses drohte auf das Wohnhaus zu stürzen. Während der Löscharbeiten kam es zu einem Unfall. Ein 34 Jahre alter Polizist fuhr mit seinem Streifenwagen einen Feuerwehrmann an. Der Beamte hatte denn 51-Jährigen, der eine Löschwasserleitung errichtete, beim Rangieren erfasst. Der Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.

 Am späten Dienstagabend waren bei der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Der Brand habe sich sehr schnell ausgebreitet. "Da wurde wahrscheinlich an mehreren Stellen Brandbeschleuniger gelegt", sagte ein Sprecher. Die umliegenden Straßen wurden gesperrt, die Feuerwehr war mit 17 Fahrzeugen und 71 Einsatzkräften vor Ort.