• Abbildung: Johannes Wüsten: Ludwig Kunz, Grafik, Foto: OLB

    Abbildung: Johannes Wüsten: Ludwig Kunz, Grafik, Foto: OLB

Görlitz erhält Bibliothek

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Ein Zeugnis jüdischen Kulturlebens aus der Zeit der Weimarer Republik ist zurück in Görlitz. Die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften konnte den Nachlass des Autors und Übersetzers Ludwig Kunz erwerben.

Er umfasst eine mehr als 1.100 Bände zählende Bibliothek, mehrere Bildbände, Ausstellungskataloge sowie persönliche Unterlagen und Erinnerungsstücke. Außerdem sind auch seine Erzählungen wie „Sprung ins Leben und „Gang durch die Nacht“ darunter.

Der 1900 in Görlitz geborene Kunz entstammte einer jüdischen Fabrikantenfamilie. Er floh 1938 vor den Nazis in die Niederlande, musste sich nach der deutschen Besetzung versteckt halten. Nach Kriegsende kehrte er nicht nach Deutschland zurück. Er starb 1976 in Amsterdam, ohne seine Geburtsstadt Görlitz je wieder besucht zu haben.