Gesunder Boden für die 148. Grundschule in Dresden

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Die Landesdirektion hat jetzt zwei Millionen Euro Fördergeld für den Austausch von belasteter Erde an der Lößnitzstraße freigegeben. Dort stand früher das Gaswerk Dresden-Neustadt.

Dort soll nun die 148. Grundschule entstehen, außerdem ein Kindergarten mit Spielflächen im Außenbereich. Nun kann eine alte Teergrube, die lediglich abgedeckt und überbaut wurde, entfernt werden. Anschließend soll außerdem mit Schwermetallen belastete Erde ausgetauscht werden.

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Landesdirektion Sachsen fördert weitere Bodensanierung für geplanten Schul- und Kindergartenstandort

Die Landesdirektion Sachsen hat der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro für die Sanierung einer weiteren Fläche an der Lößnitzstraße 14 in der Leipziger Vorstadt bewilligt. Es handelt sich dabei um eine Teilfläche des früheren Gaswerkes Dresden-Neustadt. Die Landeshauptstadt will hier einen Schul- und Kindergartenstandort mit Spielflächen im Außenbereich errichten.

Mit der geförderten Maßnahme wird die an das zukünftige Grundschulareal nördlich unmittelbar angrenzende Fläche saniert. Schädliche Bodenverunreinigungen im Teilbereich des früheren Gaswerkes werden entfernt. Auf dem betreffenden Gelände befindet sich eine Teergrube mit einem geschätzten Fassungsvolumen von 1.800 Kubikmetern. Die Teergrube wurde nach der Einstellung der Gasproduktion weder geleert noch zurückgebaut, sondern lediglich abgedeckt und überbaut.

Durch die geförderte Maßnahme soll zunächst der Abriss der auf der Teergrube errichteten Gebäude erfolgen. Im Anschluss wird der Grubenkomplex rückstandslos entleert und vollständig zurückgebaut. Anfallender kontaminierter Boden wird ausgetauscht und durch unbelastetes Material ersetzt. Insbesondere die geplante Nutzung des Areals als Schul- und Kindergartenstandort macht eine nachhaltige Entfernung der festgestellten gaswerkstypischen Kontaminationen – vorwiegend durch Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) sowie Schwermetalle – auf dem gesamten Gelände erforderlich.

Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme belaufen sich auf circa 2,5 Millionen Euro. Für 80 Prozent dieser Summe werden Fördermittel im Rahmen der Richtlinie Inwertsetzung von belasteten Flächen bereitgestellt. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den Eigenmittelanteil von 20 Prozent trägt die DREWAG.

Hintergrund:
Das Areal des Altstandortes „Zentrallager (Gasanstalt) Heizwerk“ wurde seit 1865 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges für die Gasversorgung der Dresdner Neustadt genutzt. Die Sanierungsmaßnahmen erfolgen in Vorbereitung des Neubaus der 148. Grundschule mit zugehörigem Hort und separater Turnhalle sowie einer Kindertageseinrichtung. Für die Bodensanierung auf dem Areal des alten Gaswerkes an der Lößnitzstraße 14 in der Leipziger Vorstadt wurden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bisher bereits Fördermittel in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro bewilligt.