FSV Zwickau verspielt Führung im Ostderby

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Der FSV Zwickau hat in der 3. Liga eine bittere Auswärtsniederlage kassiert. Die Rot-Weißen mussten sich beim Tabellenschlusslicht FC Carl-Zeiss Jena mit 1:2 geschlagen geben. Fabian Viteritti brachte den FSV durch einen Foulelfmeter in der 42. Minute in Führung. Routinier Aytac Sulu glich per Kopf in der 75. Minute aus. Maximilian Rohr drehte das Spiel mit seinem Treffer zum 2:1 für Jena in der 88. Minute.

Die Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld sahen in den ersten 20 Minuten ein ereignisarmes Spiel. Die erste Chance für die Gastgeber hatte Neuzugang Sulu, dessen Schuss über das Tor ging. Die größte Chance für die Gäste hatte Viteritti, der an FCC-Keeper Jo Coppens scheiterte. Mit der Zeit nahm das Spiel an Fahrt auf. Dabei hatte Julian Günther-Schmidt gleich zweimal die Führung auf dem Fuß. Erst scheiterte der Stürmer an Johannes Brinkies im Zwickauer Tor, dann setzte er den Ball nach einer Drehung wenige Zentimeter neben das Tor. Auf der anderen Seite setzte sich Morris Schröter kurz vor der Halbzeitpause im Zweikampf gegen Pierre Fassnacht durch, der Schröter daraufhin im Strafraum rüde umriss. Schiedsrichter Benedikt Kempkes entschied umgehend auf Elfmeter, den Viteritti zum 1:0 verwandelte. 

Nach dem Seitenwechsel verlegte sich Zwickau auf das Verteidigen und gelegentliche Konter, während Jena im Vorwärtsgang nur wenig einfiel. Der Ausgleich fiel nach einer Ecke, bei der Sulu am höchsten stieg und traf. Der FCC war weiter am Drücker, belohnte sich für den Aufwand kurz vor dem Schlusspfiff. Ein Freistoß von Jannis Kübler segelte in den Strafraum, Rohr verlängerte mit dem Kopf über Brinkies ins Tor. 

Ausschreitungen nach Abpfiff - Jenaer Fans wollen Zwickauer Fahne stehlen

Direkt nach dem Abpfiff geriet der sportliche Wettkampf in den Hintergrund. Jenaer Fans versuchten, die große Zaunfahne "Fußball gehört den Fans" zu stehlen, mit der die Zwickauer Fans regelmäßig gegen Montagsspiele demonstrieren. Im Innenraum entwickelte sich ein Gemenge. Die Ordnungskräfte und die Polizei konnten die gewaltsame Auseinandersetzung erst nach knapp fünf Minuten stoppen. Ob es Verletzte gab, blieb zunächst unklar (mit dpa)

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Sportchef Toni Wachsmuth im Gespräch mit unserem Reporter Sebastian Wutzler