• Auch der Aufbau eines Barkas B1000 ist im neuen Erlebnismuseum „ZeitWerkStadt“ in Frankenberg zu sehen.

  • Auch ein Löschfahrzeug Barkas B1000 (vorn) und ein V901/2 sind im neuen Erlebnismuseum „ZeitWerkStadt“ in Frankenberg zu sehen.

  • Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) it Kindern in Roboter-Kostümen, mit denen zusammen er das neue Erlebnismuseum „ZeitWerkStadt“ in Frankenberg eröffnet hat.

  • Es gibt verschiedene Mitmachstationen.

  • Im neuen ZeitWerkStadt-Museum in Frankenberg.

  • Die Außenansicht des Museums.

Frankenberg: Museum «ZeitWerkStadt» eröffnet

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Autor: mit dpa

Sachsens Museumslandschaft ist um eine Attraktion reicher. In Frankenberg ist am Mittwoch ein neues Erlebnismuseum feierlich eröffnet worden, das Stadt- und Industriegeschichte multimedial präsentiert.

Die «ZeitWerkStadt» sei eine Einladung, Sachsens Pioniergeist zu entdecken, sagte Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) zur Eröffnung. Neben der Dauerausstellung unter anderem zu Errungenschaften der Textil- und Fahrzeugindustrie soll künftig in Sonderschauen der Blick in die Zukunft gerichtet werden. Ziel seien die Wissensvermittlung und der Dialog zwischen Jung und Alt, hieß es.

Das Museum wurde im Gebäude einer früheren Bettenfabrik eingerichtet, das schon für die Landesgartenschau als Blumenhalle genutzt worden war. Gezeigt werden etwa Framo-Transporter, die einst in der Stadt gebaut wurden, sowie deren Nachfolger vom Typ Barkas. Zu den Exponaten gehören außerdem historische Webstühle und Druckpressen. Die Besucher können sich an interaktiven Stationen von verschiedenen historischen Persönlichkeiten durch die Ausstellung begleiten lassen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich beeindruckt von der Schau. Es sei gelungen, die Objekte so zu präsentieren, dass sie auch für junge Generationen interessant seien, sagte er. Die im Museum dargestellte Innovationsgeschichte mache Mut, die Zukunft mit Innovationen und Technik zu gestalten. Dabei nannte Kretschmer etwa die Herausforderungen der Energiewende und Klimaneutralität.

Am Lenkrad eines Barkas hat Ministerpräsident Michael Kretschmer einst seine ersten Erfahrungen als Autofahrer gesammelt. «Das war damals nicht ganz legal, aber es war ein Betriebsgelände», gestand der Christdemokrat am Mittwoch zur Eröffnung des Museums.

Der Kleintransporter Barkas wurde zu DDR-Zeiten im damaligen Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, gebaut. Das erste Auto, das sein Vater gefahren ist, sei ein Framo gewesen, erzählte Kretschmer. Später habe sich der Senior deswegen wieder einen solchen Wagen zugelegt und liebevoll restauriert. Der Framo ist der Vorgänger des Barkas und wurde in Frankenberg gebaut.

Die Ausstellung erstreckt sich  auf rund 1.800 Quadratmeter, die Kosten des Projekts wurden mit rund 13 Millionen Euro angegeben.

Das Museum öffnet an diesem Donnerstag regulär für Besucher.