Feuerwerk frei zum Jakobimarkt! Keine Bedenken in Neugersdorf

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Die Böden sind staubtrocken – die Lage in den Wäldern brenzlig.  Dennoch soll heute der Jacobimarkt  mit einem Höhenfeuerwerk beendet werden. Ein seit heute geltendes Verbot greift bislang nicht für die Region Ebersbach-Neugersdorf. Dort gilt Waldbrandwarnstufe zwei. Das Verbot tritt erst ab der drei in Kraft.  

"Wir nehmen uns den Mut für Feuerwerk heraus"

Kreisbrandmeister Björn Mierisch hat dennoch Bedenken. Die Waldbrandstufe widerspiegele nicht die tatsächliche Lage in den Wäldern, sagte er uns. Sollte es zu einem größeren Brand kommen, könnten Feuerwehren aus den benachbarten Gemeinden in Tschechien nicht zur Hilfe eilen. Sie sind im Nationalpark Böhmischen Schweiz im Einsatz. "Wir haben momentan 60 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Schandau im Einsatz. Und wir nehmen uns trotzdem den Mut heraus, weiter Feuerwerk zu machen. Das beißt sich. Ich finde es schade, dass man da uneinsichtig ist."

Flächen werden bewässert

Die Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf verweist darauf, dass mindestens vier Tanklöschfahrzeuge mit rund 13.600 Liter Wasser bereitstehen und eine Zisterne in der Nähe genutzt werden kann. "Die Flächen im Umfeld des Feuerwerks werden ab 19 Uhr ausgiebig bewässert. Die Nachkontrolle wird mit zwei Wärmebildkameras erfolgen", erklärte Bürgermeisterin Verena Hergenröder. Benachbarte Gemeinden auf deutscher Seite "stellen ihre Tanklöschfahrzeuge direkt vor Ort zur Absicherung bereit".

Wegen des Feuerwerks wird die Hauptstraße in Neugersdorf in der Zeit von 20.30 Uhr bis 23 Uhr gesperrt - und zwar von Martin-Luther-Straße bis zur Umgehungsstraße S148.

Audio:

Kreisbrandmeister Björn Mierisch