• Rieseige Rauchwolken ziehen weg vom Unglücksort. © Ralph Köhler/propicture

    Rieseige Rauchwolken ziehen weg vom Unglücksort. © Ralph Köhler/propicture

Galvanik-Fabrik bei Reichenbach abgebrannt - 28 Feuerwehrleute verletzt

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Ein Großbrand hat eine Firma für Galvanotechnik in Unterheinsdorf bei Reichenbach zerstört. Das Feuer war am frühen Mittwochabend in einer Produktionshalle ausgebrochen.

Die Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aber bei den Löscharbeiten wurden 28 Feuerwehrleute verletzt, elf Kameraden kamen in umliegende Krankenhäuser. Die meisten litten unter Erschöpfungs-Symptomen. Sie hatten trotz der großen Hitze schwere Atemgeräte tragen müssen. Der entstandene Schaden konnte noch nicht genau beziffert werden, ein Polizeissprecher geht aber von einem hohen sechsstelligen Betrag aus.

Wegen der dunklen Qualmwolken waren A72 und B94 bis spät abends gesperrt. Laut Polizei war bei dem Brand Salzsäure ausgetreten.

Bei dem Löscheinsatz waren insgesamt 350 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und dem Landratsamt im Einsatz. Die Entsorgung der verbrannten Stoffe und der Abriss der Halle werden laut Polizei noch länger dauern.

Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde haben vor Ort Proben entnommen, die zeigen sollen, ob die giftigen Stoffe in die Kanalisation gelangt sind. Die Proben werden in Leipzig untersucht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (mit dpa)

Update Freitag, 5:12 Uhr - Die Suche nach der Ursache gestaltet sich sehr schwierig. Auch am Donnerstag noch bis in die Nacht hinein musste die Feuerwehr Glutnester löschen. Deshalb können die Brandursachenermittler erst am Freitag ihre Arbeit aufnehmen, sagte ein Polizeisprecher. Mit dem Abrissbagger wurde damit begonnen, den Experten einen Weg zu bahnen, ohne dass Spuren zerstört werden. Der Sachschaden geht in die Millionen.

Update Donnerstag, 10:13 Uhr - Alle verletzten Feuerwehrleute sind wieder fit.