Erneut unerlaubter "Corona-Spaziergang" in Chemnitz

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In Chemnitz sind erneut hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die sächsische Schutzverordnung zu protestieren. Sie zogen trotz mehrfacher Hinweise auf die Corona-Schutzverordnung durch die Polizei am Montagabend durch die Innenstadt. Wie die Beamten mitteilten, wurde die Gruppe dabei aber in der Webergasse von 27 links orientierten Personen am Weiterlaufen gehindert. Die Einsatzkräfte schritten ein und löste den Gegenprotest auf. Dabei mussten auch einige Teilnehmer am Boden fixiert und Personalien festgestellt werden. Die Partei Die Linke wiederum stellte sich mit einer Plakataktion vor das Rathaus, um auch ein Niederlegen von Kerzen durch die Coronamaßnahmen-Gegner zu verhindern.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt der Polizei war in Freiberg und Zwönitz. In Freiberg versammelten sich bis zu 700 Menschen, um an der unangemeldeten Versammlung teilzunehmen. Im Albertpark setzte die Polizei 24 Personen fest und erhob deren Identitäten. Gegen sie wurde Anzeige unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und gegen die Corona-Schutzverordnung erstattet. In Zwönitz sicherten Beamte den Bereich des Marktes und die Zugänge zu diesem ab. Ungeachtet dessen versuchten immer wieder Kleingruppen, aber auch eine Gruppe von bis zu ca. 50 Personen auf den Markt zu gelangen. Durch offensives Ansprechen der Personen und fortwährende Präsenz gelang es den Einsatzkräften, dass sich die Personen nicht auf dem Markt sammeln konnten. Zu einem Aufzug kam es somit nicht. Gegen 20:30 Uhr konnte auch dieser Einsatz beendet werden. Vier Personen erhielten Anzeigen, da sie gegen die Corona-Notfall-Verordnung verstoßen hatten.

In die drei Schwerpunkt-Einsätze waren insgesamt rund 330 Beamte involviert. Weitere Einsätze im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz wegen angezeigter Corona kritischer Versammlungen in Döbeln und Marienberg sowie versammlungsartigen Zusammenkünften mit Corona-Bezug, wie zum Beispiel in Burgstädt oder auch Schneeberg, wurden durch Einsatzkräfte der örtlich zuständigen Polizeireviere bewältigt. Nach aktueller Kenntnis kam es zu keinen Zwischenfällen.