Ermittlungen wegen Brandstiftung an Laden in Plauen

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Die Tür eines Thor Steinar Ladens wurde in der Nacht in Plauen in Brand gesteckt. Davon gehen die Ermittler nach ersten Erkenntnissen aus.

Gegen drei Uhr ist das Feuer in der Jößnitzer Straße entdeckt worden. Die Mieter über dem Geschäft wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde durch das Feuer aber niemand. Wie hoch der entstandene Schaden am Laden und der Häuserfassade ist, ist bis jetzt noch unklar. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamt ermittelt nun wegen schwerer Brandstiftung. Wegen eines ähnlichen Falls ermittelt das LKA bereits in Chemnitz. Wir haben darüber berichtet.

 

Die Pressemittelung des LKA zum nachlesen:

Durch einen Zeugen wurde in den Morgenstunden bekannt, dass die Haustür eines Ladens in dem u.a. in der rechten Szene beliebte Label verkauft werden, in voller Ausdehnung brennt.

 

Nach ersten Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass im Eingangsbereich des Geschäftes eine Brandlegung erfolgte. Eine politische Motivation für die Tat kann nicht ausgeschlossen werden.

Im Rahmen der Brandbekämpfung mussten die Bewohner evakuiert werden. Durch den Brand wurden das Ladengeschäft und die Hausfassade beschädigt.

Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Eine einzelne Person wurde, vorsorglich einer nicht im Zusammenhang mit dem Brand stehenden Erkrankung, in einem Heim untergebracht.

Es wurden keine Personen durch den Brand verletzt. Durch die Lage der Wohnungen über dem Ladengeschäft haben die Täter es aber zumindest in Kauf genommen, dass die Bewohner des Hauses gefährdet werden. Der Sachschaden kann gegenwärtig noch nicht beziffert werden.

 

Es werden nun Zeugen gesucht, die zur Tatzeit im Bereich des Tatortes verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen getätigt haben.

Für entsprechende Mitteilungen steht das Hinweistelefon des Landeskriminalamtes unter der Rufnummer 0800/855-2055 zur Verfügung. Zeugen können sich aber auch bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

 

*PTAZ: Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen