Dynamo erkämpft Unentschieden nach 0:3-Rückstand

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Die Fußballer von Dynamo Dresden haben am fünften Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga dem FC St. Pauli ihre Comeback-Qualitäten vorgeführt. Nach einem schnellen 0:3-Rückstand kam das Team von Trainer Cristian Fiel dank einer Energieleistung noch zu einem 3:3 (1:3)-Remis. Dimitrios Diamantakos (13./29.) und Waldemar Sobota (16.) hatten die Kiezkicker aus Hamburg vor 29.953 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion schnell mit 3:0 in Führung gebracht. Jannis Nikolaou (40./54.) und Moussa Koné wendeten eine zweite Heimniederlage ab.

Fiel setzte auch im dritten Spiel in Serie auf die Elf, die in den beiden Partien zuvor vier Punkte erkämpft hatte. Auch in seiner taktischen Ausrichtung nahm der 39-jährige Dynamo-Coach keine Veränderungen vor. Dresden dominierte die Partie mit viel Ballbesitz, wieder einmal fehlte aber auch der letzte Zug zum Tor.

Die Gäste aus Hamburg setzten dagegen auf Effizienz und Dresdner Fehler im Defensivverbund. Die Führung durch Diamantakos war das Produkt des ersten Eckballs im Spiel, Chris Löwe hatte den Griechen in seinem Rücken aus den Augen verloren. Auch beim zweiten Tor durch Sobota war Dresdens Außenverteidiger nicht auf der Höhe.

Auch beim dritten Tor der Gäste wirkte die Dreierkette alles andere als sattelfest. Erst stand Linus Wahlqvist zu weit weg von Diamantakos, ließ sich anschließend zu einfach vom Torschützen austanzen und auch Kevin Ehlers fehlte im Zweikampf die letzte Entschlossenheit. Diese Entschlossenheit zeigte Nikolaou fünf Minuten vor der Pause auf der anderen Seite, als Dynamos defensiver Mittelfeldspieler nach einem Eckball zum 1:3 einköpfte.

Fiel reagierte zur Pause, brachte mit Luka Stor einen zweiten Stürmer, wollte somit Alexander Jeremejeff als einzige Spitze entlasten und für mehr Dynamik im letzten Drittel sorgen. Es war jedoch wieder Defensiv-Akteur Nikolaou, der das Stadion mit seinem zweiten Tor zum Beben brachte.

Dynamos Offensiv-Bemühungen blieben allerdings lange ohne den gewünschten Erfolg. Erst Stürmer Nummer drei, Moussa Koné, sorgte für den hochverdienten Ausgleich. Und das ausgerechnet in Unterzahl, denn Doppeltorschütze Nikolaou hatte wenige Minuten zuvor nach Videobeweis die Rote Karte gesehen.

Audio:

Doppeltorschütze und Rotsünder Jannis Nikolaou

Torschütze Moussa Kone

Routinier Patrick Ebert

Linksaußen Chris Löwe

Cheftrainer Cristian Fiel