• Über 1000 Dynamo-Fans wirkten mit, für das neue Werbeplakat der Semperoper (Foto: ©Semperoper Dresden/Fotograf: Andreas Mühe)

    Über 1000 Dynamo-Fans wirkten mit, für das neue Werbeplakat der Semperoper (Foto: ©Semperoper Dresden/Fotograf: Andreas Mühe)

Dynamo-Choreo in der Semperoper

Zuletzt aktualisiert:

Dresden -

Die Semperoper in Dresden will in der ersten Spielzeit ihres neuen Intendanten Peter Theiler zwölf Premieren auf die Bühne bringen. Der Schweizer kündigte bei der Vorstellung des Programmes am Donnerstag an, künftig die französische Barockoper zu pflegen. Dafür steht in seiner ersten Saison die Oper «Platée» von Jean Philippe Rameau im April 2019. Erste Premiere ist Arnold Schönbergs «Moses und Aaron» unter der musikalischen Leitung von Alan Gilbert. Das Ballett will erstmals in Dresden eine getanzte Fassung der Oper «Carmen» von Georges Bizet bieten. Theiler tritt sein Amt im Sommer an.

Dynamo-Choreo im Opernhaus

Auf dem Spielplan steht ab Sommer 2019 auch das Stück "Die Hugenotten". Das Stück von Giacomo Meyerbeer ist eine Opéra in fünf Akten mit Text von Eugène Scribe und Émile Deschamps. Es wird in französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln aufgeführt.

Das Plakat für das Stück wirbt mit rund 1000 Dynamo-Fans. Diese hatten sich im Dezember im Opernhaus versammelt. Das Foto dazu hat Andreas Mühe geschossen. Er ist vielfach ausgezeichneter Fotograf, geboren 1979 in Karl-Marx-Stadt.

Die Hugenotten

Die Semperoper schreibt zu dem Stück auf ihrer Website: Eine einzige Nacht verwandelt die Stadt Paris in ein Totenhaus: In der Bartholomäusnacht 1572 ermorden die französischen Katholiken tausende ihrer Mitbürger, die als Hugenotten dem neuen Glauben der Reformation angehören. Eigentlich hatte die Hochzeit der katholischen Prinzessin Marguerite de Valois mit dem hugenottischen König Henri de Navarre die Zeit der religiösen Auseinandersetzungen beenden sollen. Doch die »Pariser Bluthochzeit« in der Bartholomäusnacht macht die Hoffnung auf Frieden zunichte. 260 Jahre später bringt Giacomo Meyerbeer in seiner Oper »Die Hugenotten« die Ereignisse auf die Bühne. Mit der Liebesgeschichte zwischen dem Hugenotten Raoul und der Katholikin Valentine führt er vor, wie ein religiöser Konflikt eskaliert und schließlich zu einem Massaker führt, in dem selbst familiäre Bindungen nicht mehr zählen. Die Uraufführung von »Die Hugenotten« am 29. Februar 1836 ist ein Schlüsselereignis der Operngeschichte. Die historischen Tableaus, die harten Kontraste zwischen Festtagsfreude und Pogromstimmung und die Beschleunigung der Handlung zur Katastrophe, all das wirkte auf die Zeitgenossen atemberaubend. Kaum eine Oper des 19. Jahrhunderts wurde so oft gespielt und zugleich von einer ganzen Generation von Opernkomponisten, zu denen neben Hector Berlioz auch Giuseppe Verdi und Richard Wagner gehören, nachgeahmt und weiterentwickelt.