Dresdner Spitzensportler erleichtert über Olympia-Verschiebung

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Die Dresdner Spitzensportler haben mit Erleichterung auf die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio reagiert. Die Spiele werden um ein Jahr auf 2021 verschoben.

Kanute Tom Liebscher: "Ich bin erstmal froh, dass sie verschoben werden und nicht ganz ausfallen. Ich habe deshalb schon drei Urlaubssemester genommen, müsste ja jetzt noch einmal zwei nehmen. Natürlich werde ich versuchen, trotz Notbetrieb an der Uni die Zeit in diesem Sommersemester zu nutzen, obwohl der Beginn ebenfalls verschoben ist. Alle Sponsorenverträge und auch das Stipendium, das wir von der Stadt Dresden bekommen, laufen nur bis August."

Wasserspringerin Tina Punzel: "Ich fühle mich jetzt befreit. Bei der Ungewissheit zuvor hatte ich den Kopf gar nicht mehr frei zum Trainieren. Jetzt aber können wir neu planen. Ich sehe das Ganze nicht so dramatisch. Ich werde den Sommer jetzt dazu nutzen, im Studium voranzukommen. Außerdem widme ich mich zu Hause Dingen, die sonst liegengeblieben sind. Ich hoffe, dass der Quotenplatz erhalten bleibt."

Wasserspringer Martin Wolfram: "Für mich persönlich ist es sogar optimal. Damit fällt der Stress weg, dass ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder fit sein muss. Jetzt habe ich Zeit, die weitere Genesung in Ruhe anzugehen und dann richtig Schwung für nächstes Jahr zu holen."

3.000 Meter Hindernisläufer Karl Bebendorf: "Das ist auf jeden Fall richtig. Gesundheit geht vor, zudem war schon jetzt kein gezieltes Training mehr möglich, es gibt keine Dopingkontrollen und alle Qualifikations-Wettkämpfe waren bereits abgesagt. Ich habe damit Zeit gewonnen, mich noch professioneller vorzubereiten."

Paralympics-Siegerin im Handbike und Para-Triathletin Christiane Reppe: "Die Entscheidung kam jetzt nicht überraschend. Zudem hatte ich das Training nach meiner kurzfristigen Abreise aus dem Trainingslager auf Lanzarote letzte Woche mehr oder weniger auf Eis gelegt. Jetzt ist der Druck komplett weg und wir können erstmal alle durchatmen."