• Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC hat wegen anhaltender Verletzungsprobleme ihre Karriere beendet.

Dreispringerin Jenny Elbe macht Schluss

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Autor: dpa

Der Sprung nach Tokio ist kein Thema mehr. Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC beendet ihre leistungssportliche Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen. Das teilte die 29-Jährige über ihren Verein an diesem Donnerstag mit. Die Olympia-Teilnehmerin von Rio de Janeiro plagt sich seit langem mit Rückenproblemen rum. «Trotz der Reha war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird», erklärte ihr Trainer und Vater Jörg Elbe. Auf ärztliches Anraten soll sie «nicht springen und sich weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen».

Die Olympischen Spiele in Tokio waren ihr Ziel gewesen. Erst danach war das Karriere-Ende geplant. «Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen», sagte Elbe, die im Alter von acht Jahren in Dresden mit der Leichtathletik begann.

In den vergangenen zwei Jahren konnte sie verletzungsbedingt kaum Wettkämpfe bestreiten. Zuletzt sprang sie in Dresden am 18. Mai (13,92 Meter). Danach musste sie die deutschen Meisterschaften absagen und verpasste auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe, die eine Freiluftbestleistung von 14,28 Metern hat, drei deutsche Meistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 wurde die 13., bei der Europameisterschaft 2017 sprang Elbe auf Platz sechs und wurde 2014 Team-Europameisterin.