170 Asylbewerber ziehen in Marienthaler Wohnungen

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Zwickau -

In Marien­thal werden in den nächsten Wochen weitere Asylbe­werber unter­ge­bracht. Einige wenige sind schon seit Kurzem da. Wie viele jetzt dazu kommen und wo sie einziehen werden, darüber haben Stadt und Landkreis am Diens­tag­abend in der Paulus­kirche infor­miert.

Die etwa 180 Marienthaler, die Moderator Rainer Eichhorn um 18 Uhr begrüßte, erfuhren aus erster Hand, dass bis zu 170 Menschen erwartet werden. Größten­teils Familien. Dafür hat der Landkreis Privat­häuser und Einzel­woh­nungen angemietet – vor allem in der Marienthaler und der Werdauer Straße. Betreuer der Stadt­mis­sion werden sich um die Ausländer kümmern.

Einige der Versamm­lungs­teil­nehmer äußerten Ängste. Wie könnt ihr uns schützen?, fragten sie, teils wurden schlechte Erfah­rungen mit männli­chen Asylbe­wer­bern geschil­dert. Der Chef der Zwickauer Polizei, Alexander Beitz, ermun­terte sie, "rufen Sie die Polizei, wenn etwas nicht stimmt, und das lieber einmal mehr.“

Auch dass mehr Schul­plätze nötig sind, weil viele Familien mit Kindern zu uns kommen, war Thema. Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß dazu: „Es könnte passieren, dass eine vierte Oberschule in Zwickau wieder aufge­macht wird.“ Hoffnungen auf einen baldigen Freizug der Erstauf­nahme Schef­fel­berg­sport­halle durch das Land musste sie zerstreuen.