DGB verlangt rasche Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen in Arbeitsmarkt

Zuletzt aktualisiert:

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Sachsen macht sich für eine rasche Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge in den Arbeitsmarkt stark. Sachsens DGB-Vize Daniela Kolbe forderte die Regierung des Freistaates auf, gute Arbeits- und Entlohnungsbedingungen sicherzustellen. Stellschrauben seien etwa die Kinderbetreuung, ein flächendeckendes Angebot von berufsbegleitenden Sprachkursen und die Anerkennung von Berufsabschlüssen. 

Probleme bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen seien bereits lange bekannt und müssten nun schnell behoben werden. "Die Verfahren sind zu langwierig und viel zu sehr auf vermeintliche Defizite fokussiert", betonte Kolbe. Die Menschen würden Kompetenzen mitbringen, die "vielleicht auf dem Papier nicht eins zu eins den Voraussetzungen in Deutschland entsprechen, aber in der Praxis dringend benötigt werden", so Kolbe weiter. Geflüchtete dürften keine Lückenfüller in Billigjobs sein und müssten ihrer Qualifikation angemessen beschäftigt werden. (mit dpa)