Details nach Razzia gegen Kinderporno-Ring bekannt

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Nach den Razzien gegen einen Kinderporno-Ring hat die Chemnitzer Polizei weitere Details bekanntgegeben. So sind bei den Wohnungsdurchsuchungen in Chemnitz, Mittelsachsen und im Erzgebirgskreis jede Menge Speichermedien beschlagnahmt worden (USB-Sticks, SD-Karten, Festplatten sowie weitere Computertechnik, Laptops, Tablets, Spielekonsolen und Handys). In Thermalbad-Wiesenbad fanden die Beamten außerdem diverse Betäubungsmittel und drei scharfe Waffen mit knapp 800 Schuss Munition.

In einer Chemnitzer Wohnung musste sogar noch das Jugendamt eingeschaltet werden. Eine Familie lebte dort in völlig vermüllten und mit Fäkalien verunreinigten Räumen. Die beiden fünf und dreizehn Jahre alten Kinder kamen schließlich in die Obhut des Jugendamtes.

Über 200 Beamte waren bei den Razzien am 6. und am 13. Oktober im Einsatz. Der Verdacht richtet sich sowohl gegen Jugendliche als auch Erwachsene und Senioren im Alter von 16 Jahren bis 62 Jahren. Dabei handele es sich überwiegend um deutsche Staatsbürger, heißt es von der Polizei. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Erwerbs und der Herstellung von Kinderpornos bis hin zu sexuellen Missbrauch. Festnahmen gab es bisher keine.