• Ob Dresdener oder Besucher: Die Sächsische Schweiz lockt mit toller Landschaft und der imposanten Festung Königstein. Diese ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. fotolia.com © Sliver #198649647

    Ob Dresdener oder Besucher: Die Sächsische Schweiz lockt mit toller Landschaft und der imposanten Festung Königstein. Diese ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

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Der Frühling ist da: 5 Ausflugziele rund um Dresden

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Der Frühling steht in den Startlöchern und auch das Wetter soll in der nächsten Zeit deutlich wärmer und freundlicher werden. Im Frühling locken uns traditionell erste warme Sonnenstrahlen nach draußen. Mit dem Vogelgezwitscher und dem Blumenduft zieht es auch Dresden und die Besucher der Stadt ins Grüne. Wer den Frühling in der sächsischen Elbmetropole genießen will, nimmt einfach auf der Brühlschen Terrasse Platz und wird sich schnell fragen, wohin die Dampfschiffe der Weißen Flotte unterwegs sind. Die Dampferparade ist eines der Highlights, welche tausende Zuschauer anziehen. Warum aber nur zuschauen?

Mit dem Dampfer lässt sich ein Ausflug Richtung Sächsische Schweiz unternehmen. Pillnitz ist dabei nur ein Zwischenstopp. Wer will, kann bis zur Festung Königstein weiterfahren und hier die Spuren des europäischen Porzellans suchen oder bleibt auf dem Schiff und fährt noch ein Stück weiter. Bastei und Felsenbühne Rathen liegen letztlich nur einen Katzensprung auseinander. Besucher, die Dresden entdecken wollen, sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Auch die Umgebung der sächsischen Landeshauptstadt belohnt den Betrachter, manchmal mit einem atemberaubenden Blick auf Sachsen, ein andermal mit Einblicken in das, was unter dem Freistaat liegt. Dafür müssen Neugierige nicht einmal stundenlang mit dem Auto fahren.

Festung Königstein: Das Tor zur Sächsischen Schweiz

Königstein hat für Dresdener und Sachsen einen ganz besonderen Klang. Meist wird dabei nicht von der Gemeinde, direkt an der Elbe gesprochen, sondern von dem, was über der Flussschleife thront. Die Festung Königstein ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, das jedes Jahr zehntausende Besucher anzieht. Mit den ersten Strahlen der warmen Frühlingssonne ist Platz auf dem Felsplateau ideal, um den Blick Richtung Nordwesten über grüne Felder schweifen zu lassen oder sich zu den Gipfeln der Sächsischen Schweiz zu träumen.

Was die Festung Königstein als Ausflugziel so beliebt macht, ist einerseits die Lage. Das Festungsareal ist sowohl mit dem Pkw als auch auf zwei Rädern zu erreichen. Besucher von Dresden, die ein besonderes Highlight erleben wollen, reisen mit einem Dampfschiff der Dresdener Weißen Flotte an. Auf den Schiffen kann sogar das Fahrrad mitgenommen werden, um sich nach dem Sightseeing auf dem Elberadweg Richtung Dresden „treiben zu lassen“.

Königstein: Nie erobert und doch eingenommen

Die Festung Königstein ist bekannt dafür, nie von einem feindlichen Heer eingenommen worden zu sein. Trotzdem soll, so zumindest die Geschichte, ein einzelner Gipfelstürmer dem Königstein seinen Stempel eingebrannt haben. Die Rede ist von Sebastian Abratzky, welcher die Festung Mitte des 19. Jahrhunderts „erklettert“ hat. Dessen Kletterpassage ist noch heute eine Bergsteigerroute.

Die Fürsten benutzten den Königstein aber nicht nur militärisch. So saßen:

•    August Bebel
•    General Henri Giraud
•    Johann Friedrich Böttger

als Gefangene hinter den Festungsmauern.

Der Elberadweg: Ein Muss in der Frühlingssonne


Keine Sehenswürdigkeit, aber in jedem Fall ein Erlebnis an schönen Frühlingstagen ist der Elberadweg. Von dessen Startpunkt, Špindlerův Mlýn, bis zum Ende in Cuxhaven sind es mehr als 1.200 Kilometer. Von Dresden aus erreichen Radler über den Radweg elbaufwärts

•    den Barockgarten Pillnitz
•    Königstein
•    die Sächsische Schweiz
•    den Kurort Rathen mit der Naturbühne.

Elbabwärts führt der Radweg nach Radebeul mit dem Karl-May-Museum oder Meißen mit seinen malerischen Weinbergen.

Dabei folgt der Radweg meist der Elbe, macht hin und wieder aber einen kleinen Abstecher nach rechts und links. Der perfekte Start für eine Radtour ist das Königsufer.

Von hier verabschiedet Dresden mit berühmten Canaletto-Blick. Wer elbaufwärts radelt, kann sich über die drei Schlösser freuen, welche aufgereiht auf der rechtselbischen Seite Dresdens liegen.

Bevor aber kräftig in die Pedale getreten wird, empfiehlt sich ein Check-Up des Equipments. Sobald Radler Dresden verlassen, sind Fahrradgeschäfte nicht so schnell zur Hand. Optimal vorbereitet sind Radfahrer, die einen Ersatzschlauch und ein Notfallset Werkzeug dabeihaben.

Vor dem Start zur ersten Frühjahrstour steht zudem die Entscheidung an, ob es beim alten Drahtesel bleibt oder ob ein neuer fällig wird. Im zweiten Fall ist ein vorheriger Check sehr hilfreich: Welche Strecken fahre ich? Welches Rad passt dazu? Was ist in Bezug auf meine speziellen körperlichen Bedürfnisse zu beachten? Die Antworten auf diese Fragen helfen dabei, schnell das passende Fahrrad zu finden.  

Kurort Rathen und die Bastei

Frühling heißt, langsam die Nase aus Dresden herausstecken und sich wieder ins Umland wagen. Die Sächsische Schweiz ist eines der Natur-Ausflugsziele, welches bei den Dresdnern besonders beliebt ist. In seiner Form, mit dem Pendant Böhmische Schweiz einzigartig, ist die Sächsische Schweiz ein Produkt von Wellen, Wind und Regen.

Wellen deshalb, weil die Sächsische Schweiz, oder vielmehr der Sandstein, Sedimente eines kreidezeitlichen Flachmeeres waren. In der Folge sorgten Wind und Wetter dafür, dass das heutige Gebirge mit seinen Kletterfelsen entstand.

Zu den besonderen Ausflugszielen in der Sächsischen Schweiz gehören Rathen und die Bastei. Der Kurort selbst ist durch seine malerische Lage bekannt geworden und die gleichnamige Felsenbühne. Die Naturbühne entstand 1936 und ist heute Teil der Landesbühnen Sachsen. In den Sommermonaten werden unter anderem:

•    Schneeweißchen und Rosenrot
•    Hair
•    Die goldene Gans
•    Winnetou

aufgeführt.

Die Bastei ist eine weltberühmte Aussichtsplattform nahe Rathen, von welcher aus Elbe und Sächsische Schweiz überblick werden können. Berühmt ist die Felsenbrücke geworden. Möglich ist die Anreise mit dem Rad oder Auto.

Wandern im Ostergebirge

Im Frühling kann, wer eine knappe Stunde Fahrtzeit auf sich nimmt, auch im Osterzgebirge wandern. Die Region ist zwar für ihre Wintersportmöglichkeiten bekannt. So bietet der Ort Altenberg einen beleuchteten Abfahrtslift und kilometerlangen Loipen. Sobald der Schnee geschmolzen ist, lässt sich ein schroffe, aber schöne Landschaft erkunden.

Wo Fichten und Tannen dominieren, stand vor Jahrhunderten ein Mischwald. Der Bergbau brauchte dessen Holz. Und auch heute fallen aufmerksamen Beobachten beim Wandern dessen Überreste auf. Besonders deutlich wird die bergbauliche Geschichte mit der Altenberger Pinge. Der mehrere hundert Meter tiefe Einbruchstrichter zeugt davon, wie lange Zinn abgebaut wurde. Altenberg ist via Bärenstein und Lauenstein von Dresden mit dem Zug, oder mit dem Auto über die A17, erreichbar.

Freiberg: Wiege des Bergbaus


Circa 45 Minuten von Dresden entfernt liegt die Stadt Freiberg. Letztere ist die Wiege des wissenschaftlichen Bergbaus. Der Grund: Die Universität ist die älteste noch existierende montanwissenschaftliche Hochschule der Welt und eine der ältesten Technischen Universitäten. Besonders bekannt ist die Stadt auch durch die Mineralogischen Sammlungen im Schloss Freudenstein geworden.

Nach dessen Sanierung zog in die Räumlichkeiten mit der Pohl-Ströher-Sammlung einer der weltgrößten Privatsammlung an Mineralien aus aller Welt ein. Die Sammlung umfasst mehrere zehntausend Exponate und ist eine Dauerleihgabe an die Bergakademie.

Wer die Sammlung bestaunt, hat es nicht weit bis in die Altstadt. Schloss und Altstadt werden durch die Burgstraße als zentrale Achse miteinander verbunden. Besucher, die nach der Terra Mineralia noch nicht genug von Bergbau und Steinen haben, können einen Trip unter Tage wagen. Im Silberbergwerk Freiberg Reiche Zeche werden XXL-Führungen von bis zu 5 Stunden angeboten.

Dresden & Umgebung: Frühling hautnah erleben

Elbflorenz – ein Name, der auf Dresden einzigartige Silhouette anspielt. Mit dem Großen Garten und den Elbwiesen lädt die Stadt dazu ein, den Frühling zu begrüßen. Warum aber nur in Dresden bleiben? Die Umgebung der Stadt ist nicht minder interessant. Besonders in den Frühlingsmonaten erstrahlt der Schlossgarten Pillnitz in einer Pracht aus tausenden Blüten. Und war sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen will, setzt sich einfach aufs Rad – und entdeckt den Elberadweg für sich. Dresden ist als zentraler Startpunkt ideal, um Richtung Festung Königstein zu fahren oder sich lieber entspannt Richtung Meißen zu bewegen. Da der Radweg in beide Flussrichtungen befahren werden kann, ist für Abwechslung auf jeden Fall gesorgt. Sollte das Wette mal nicht ganz so mitspielen – auch kein Problem. Die Museen der Stadt bieten für jeden Geschmack etwas. Und Städte wie Freiberg sind mit dem Auto auch nur einen Steinwurf entfernt.