Diese Corona-Regeln gelten derzeit in Sachsen

In Sachsens sind wieder Großveranstaltungen ohne Besucherbegrenzung möglich, wenn die 2G-Regel eingehalten wird. In diesem Fall ist auch keine Kontaktverfolgung mehr nötig. Das ist ein Punkt der neuen Corona-Schutzverordnung, die Sachsens Kabinett beschlossen hat. Mit der bis einschließlich 17. November geltenden Verordnung werden auch Weihnachtsmärkte und Bergparaden ermöglicht. Bei solchen Veranstaltungen kann bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe auf Regeln wie Kontakterfassung und Gäste- Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept.

Auch für Kitas und Schulen gibt es eine neue Verordnung. Anders ist, dass ab 8. November in allen Schulklassen keine Maskenpflicht mehr für Schüler und schulische Personal im Unterricht besteht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick: 

WEIHNACHTSMÄRKTE UND PARADEN: Zwar gelten grundsätzlich die Regeln für Großveranstaltungen, Gesundheitsämter können aber Ausnahmen für Bergparaden und Weihnachtsmärkte zulassen: Bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe kann auf Regeln wie etwa 3G (Geimpfte, Genesene, Getestete), Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept, nach dem sich auch die Kontrollen richten.
Die Vorwarnstufe greift dann, wenn 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Ist diese kritische Schwelle überschritten, können die Märkte in Flanier- und Verweilbereiche aufgeteilt werden. Wird der Zutritt in den Verweilbereichen - wo gegessen oder getrunken wird - auf maximal 1000 Besucher beschränkt, kann ebenfalls auf Maskenpflicht, Kontakterfassung und 3G-Regel verzichtet werden.

BETTENBELEGUNG: Die Bettenbelegung nimmt in der neuen Verordnung eine größere Rolle ein, um schärfere Maßnahmen einzuführen. Damit will Sachsen im Fall eines Anstieges der Infektionszahlen schneller reagieren können.

VERANSTALTUNGEN: Für das 2G-Optionsmodell - also genesen oder geimpft - enfällt die Beschränkung auf maximal 5000 Besucher bei Veranstaltungen. Geplant ist das für den Innen- und Außenbereich.

MASKE IM UNTERRICHT: Sachsen will an den Schulen weiterhin auf regelmäßige Tests setzen. Es bleibe eine zentrale Säule in der Pandemie, betont Kultusminister Christian Piwarz (CDU).
Nach den Herbstferien wird Sachsen mit einer «Schutzwoche» einen Anstieg der Infektionen durch Urlaubsrückkehrer vermeiden. In dieser Zeit ist Maske im Unterricht Pflicht, es wird intensiver getestet. Danach - ab dem 8. November - müssen Schüler ab der 5. Klasse keine Maske mehr im Unterricht tragen. Derzeit ist ein Mund-Nasen-Schutz an den weiterführenden Schulen noch Pflicht.