Corona-Zahlen schnellen in Sachsen in die Höhe

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In Sachsen sind binnen eines Tages 3006 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit ist erstmals seit Anfang Januar dieses Jahres die Marke von 3000 Neuinfektionen wieder überschritten worden, teilte das Sozialministerium mit. Zudem wurden zwölf weitere Todesfälle registriert, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stehen. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag wies eine Sieben-Tage-Inzidenz von 238,2 für den Freistaat aus.

Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 200,8 gelegen. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Bundesweit betrug er am Donnerstag 130,2. Nur in Thüringen (259,8) ist der Wert noch höher als in Sachsen.

Laut RKI haben inzwischen drei sächsische Regionen die Inzidenz-Marke von 300 überschritten: An der Spitze liegt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 383,3. Dahinter rangieren der Landkreis Meißen (329,9) und der Erzgebirgskreis (319,4). Den geringsten Wert gab es in der Stadt Leipzig (105,8). Dresden hatte am Donnerstag eine Wocheninzidenz von 276,0, Chemnitz 197,2. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich in Sachsen nachweislich 321 668 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 10 302 Menschen sind gestorben.

Auch die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern nimmt weiter zu. Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums waren am Donnerstag 602 Betten auf Normalstationen und 172 auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt. In Sachsen greifen verschärfende Maßnahmen, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 650 Normalbetten oder 180 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sind (Vorwarnstufe).

Diese Stufe gilt auch, wenn die Hospitalisierungsrate - die Zahl der binnen einer Woche wegen Corona in Krankenhäuser eingewiesener Patienten - den Wert 7 überschreitet. Am Mittwoch lag er bei 4,38.