Corona-Impfstart bei Hausarzt in Görlitz

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Hausärzte in der Lausitz haben ihre  ersten Patienten geimpft. Die Nachfrage ist groß, die Anzahl der bereitgestellten Dosen mit dem Corona-Impfstoff jedoch  gering.   So hat Vratislav Prejzek erst zwölf der versprochenen 20 Dosen pro Woche  in seine Praxis in Görlitz-Königshufen geliefert bekommen. 

Die Schwester bittet Arno Freund ins Labor. "Den Oberarm freimachen. Keine Angst, es ist nur ein Pieks." Nach nicht einmal einer Minute hat der 89-jährige Görlitzer seine erste Dosis im Arm. Er streift den Ärmel wieder herunter. Den Pieks hätte er sich schon eher holen können. Aber wie sollte er bis zum Impfzentrum nach Löbau kommen. Er hat kein Auto. Und überhaupt. Er gehe lieber zu seinem Doktor. Ihm vertraue er.

Der Doktor, das ist Vratislav Prejzek. Der Mediziner aus Tschechien lächelt verschmitzt. "Was wir bekommen, das bekommen auch die Patienten. Wenn sie Astrazenica nicht haben wollen, dann erhalten sie Biontec-Pfizer." Das klingt, als ob der Görlitzer Hausarzt genügend Corona-Impfstoff da hat. Im Gegenteil. 20 Dosen seien ihm für diese Woche versprochen worden. Geliefert wurden aber nur zwölf.

Prejzeks Patienten, die sich impfen lassen wollen, kommen auf eine Liste und werden angerufen, wenn sie an der Reihe sind. Der Mediziner hält sich an die Kriterien. Er wünscht sich, dass er mehr Impfstoff aufziehen kann, so dass für viele seiner Patienten das Leben wieder normal weiterlaufen kann.

 Arno Freund hat schon seit Wochen seine neun Kinder nicht mehr gesehen gesehen. "Das Telefon geht den ganzen Tag. Meine Töchter fragen andauernd, ob ich schon impfen war." Seit heute kann er sagen, dass er den Pieks bekommen hat. In drei Wochen holt sich Freund die Wiederholungsimpfung bei seinem Hausarzt in Görlitz-Königshufen ab.

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Reporter Knut-Michael Kunoth

Hausarzt Dr. Vratislav Prejzek hat nur zwölf der versprochenen 20 Impfdosen bekommen.