Club bleibt zu - Heftige Kritik an Corona-Schutz-Verordnung

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Die neue Corona-Schutz-Verordnung sorgt in Chemnitz erneut für Unmut. So könne die geplante Öffnung von Clubs und Diskotheken gar nicht umgesetzt werden, klagt Brauclub-Chef Rico Rupf. In der Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates wird zwar eine Öffnung erlaubt, wenn sich alle Gäste testen und registrieren lassen. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept.

Dafür gibt es neben der eigentlichen Corona-Schutzverordnung noch eine "Anordnung von Hygieneauflagen". Darin fordert die Landesregierung von den Betreibern nicht nur zusätzlich ein Lüftungskonzept, sondern auch, dass die Tanzenden 1,50 Meter Abstand halten oder eine Maske tragen - und das bei einer Inzidenz unter 35.

So heißt es in der Verordnung wörtlich: "Der Betreiber hat durch Zugangsbeschränkungen und organisatorische Regelungen sicherzustellen, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern in allen Bereichen eingehalten werden kann. In Abhängigkeit von der Größe der Einrichtung und den räumlichen Gegebenheiten ist dazu eine Obergrenze für die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen im Konzept festzulegen, die die Einhaltung des Mindestabstandes ermöglicht."

Unter diesen Voraussetzungen scheint ein Neustart und wirtschaftlicher Betrieb der Clubs unmöglich. Die Betreiber wie Brauclub-Chef Rico Rupf fühlen sich ausgebremst. Eigentlich wollte der Brauclub nach der monatelangen Zwangspause am Freitag wieder seine Türen öffnen.