Christstollen reifen im Glockenturm der Dresdner Frauenkirche

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Hinter den dicken Sandsteinmauern der Dresdner Frauenkirche reift vor Weihnachten erstmals Christstollen. Am Freitag  wurden 300 Christstollen einer speziellen Edition für das weltbekannte Gotteshaus eingelagert.

Die Striezel, wie das Weihnachtsgebäck auch heißt, reifen nicht in der Backstube, sondern in den Glockenstuben der 1945 zerstörten und mit Spenden aus aller Welt wiedererrichteten Spätbarockkirche - «zwischen Himmel und Erde».

Die Reifung sei entscheidend für das Geschmackserlebnis und Temperatur, Luftfeuchtigkeit, -qualität und -zirkulation spielten dabei eine große Rolle, sagte Meister Rüdiger Zopp von der Mühlenbäckerei. Die Glockenstube sei dafür der perfekte Platz und die Frauenkirche ihm seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit.

Die handgefertigten 1-Kilogramm-Stollen bleiben den Angaben nach bis Ende November in der kleinen Stube im Glockenturm C, in 29 Metern Höhe. Dort hängt unter anderem die Dank-Glocke Hanna. Ihre Widmung erinnere daran, «dass wir die Gaben des Lebens nicht selbstverständlich hinnehmen, sondern als Geschenk verstehen sollen», sagte Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt.