Chemnitzer Impfzentrum geht in Betrieb

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An der Annaberger Straße ist am Montag das Chemnitzer Impfzentrum geöffnet worden, zunächst allerdings nur für gefährdete Berufsgruppen. Das Impfzentrum befindet sich in einem ehemaligen Supermarkt, direkt gegenüber vom ehemaligen Technischen Rathaus. Geimpft wird nach einer Prioritätenliste. Die Spritze gegen Corona gibt es zum Beispiel für medizinisches Personal und Mitarbeiter von Pflegediensten.

Laut Gesundheitsministerium sollen bei uns in Chemnitz täglich 178 Impfungen verabreicht werden, dazu sind auch mobile Teams in der Stadt unterwegs. Erst für die kommende Woche sollen die Chemnitzer auch individuelle Termine vereinbaren können. Der Impfstoff ist allerdings nach wie vor sehr knapp. Dies macht die hohe Priorisierung nötig und auch die konzentrierte Impfung in Impfzentren, damit kein Impfstoff aufgrund unsachgemäßer Lagerung vernichtet werden muss.

Zum Start am Montag war kaum etwas los am Chemnitzer Impfzentrum. Ob geimpft wurde und wer zuerst an der Reihe war, blieb im Dunkeln. Vor Ort wollte niemand mit unserem Reporter sprechen, eine schriftliche Anfrage ließ das DRK bis zum Abend unbeantwortet.

Für die Terminvereinbarung wurde am Montag 14 Uhr das zentrale Online-Anmeldeportal sachsen.impfterminvergabe.de freigeschaltet. Der Start verlief holprig. Das Portal war gleich von Beginn an überlastet und nicht erreichbar, eine Terminvereinbarung war so nicht möglich.

"Leider sind unsere Server wegen der hohen Nachfrage zurzeit ausgelastet", hieß es auf der Seite, die vom Freistaat Sachsen und dem Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Ab Mittwoch soll zudem eine Telefonhotline in Betrieb gehen, kündigte DRK-Chef Rüdiger Unger an. Er rief Freunde, Nachbarn und Familie auf, älteren Menschen bei der Terminvereinbarung zu helfen.