Chemnitzer FC spricht Hausverbote nach rechten Parolen in Most aus

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Nachdem am Rande des CFC-Testspiels im tschechischen Most Rechtsextreme grölend durch die Straßen gezogen sind, gibt es nun die ersten Ermittlungserfolge. Wie der Verein mitteilte, konnten zehn Personen zweifelsfrei identifiziert werden. Gegen sie wurde ein Hausverbot für das Stadion an der Gellerstraße ausgesprochen, aber auch für alle vom CFC genutzten Flächen wie zum Beispiel dem Sportplatz am Neubauernweg. Die Hausverbote gelten zeitlich unbegrenzt. Eine Vereinsmitgliedschaft hatten die Personen laut dem CFC nicht.

"Wir wollen diese Leute ganz deutlich vom Chemnitzer FC abgrenzen. Das Gedankengut, dass die identifizierten Personen offenbar in sich tragen, ist befremdlich und passt nicht zu unserem Chemnitzer FC", so Siegfried Rümmler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Chemnitzer FC. Zuwiderhandlungen gegen die Hausverbote will der Chemnitzer FC umgehend mit Strafanzeigen beantworten.

Auch die Ultras Chemnitz 99 haben sich in einem öffentlichen Schreiben auf facebook deutlich von rechtsextremen Äußerungen und Tendenzen distanziert: " Extremismus, Rassismus und Diskriminierung hat in unserem Stadion nichts zu suchen! Jeder der uns kennt, weiß, dass wir keine politische Gruppe sind. Wir haben immer versucht Politik aus dem Stadion fernzuhalten. Bei einem Teil der Fans, hat dies in den letzten Jahren nicht funktioniert. Wir haben keinen Bock darauf, dass unsere Fanszene, und damit auch wir, regelmäßig mit rechtsextremen Tendenzen in Verbindung gebracht werden."