Chemnitz bekommt neuen Weihnachtsbaum

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Nach der Panne mit dem Weihnachtsbaum bekommt Chemnitz am Donnerstag seine neue Fichte. Sie stammt wie bereits der erste Baum aus einem Wald am Auersberg und ist sogar noch etwas größer. Nach dem Transport per Tieflader soll die Fichte am Nachmittag auf dem Markt aufgestellt werden. Am Freitag erhält er dann seine Beleuchtung.

Der erste Weihnachtsbaum musste aus Sicherheitsgründen zersägt und weggebracht werden. Am vergangenen Donnerstag war beim Test der Beleuchtung ein Riss festgestellt worden, daraufhin wurde ein Teil des Marktes vorsorglich abgesperrt. Die weiteren Untersuchungen hatten ergeben, dass vertikale, teilweise stammumlaufende Risse vom unteren Stammende bis in ca. dreieinhalb Meter unterhalb des Baumwipfels reichten. Die Risstiefen lagen zwischen sieben und neun Zentimetern, wobei das untere Stammende komplett durchgerissen war. Der Baum war somit nicht mehr standsicher und wurde am Freitagmorgen umgehend abgetragen.

Glück im Unglück: Marktwesen und Grünflächenamt haben für solche Fälle verschiedene Optionen im Stadt- und Staatswald in Reserve. Darüber hinaus hatten sich auch zahlreiche Chemnitzerinnen und Chemnitzer gemeldet und Privatbäume angeboten. Organisatorisch war aber der „Ersatzbaum“ im Sachsenforst die am schnellsten umzusetzende Lösung. Das verwertbare Astmaterial des „Unglücksbaumes“ wird zur weihnachtlichen Dekoration des Marktplatzes verwendet. Das Stammholz lässt sich aufgrund der massiven Rissbildung leider nicht zur Herstellung von Brettern oder Latten verwenden.

Der umfassende Riss ist vermutlich durch ungleiche Kräfteverteilung im Stamm entstanden. Dabei spielen verschiedene Faktoren wie unterschiedliche Holzfeuchte, die Zellwanddicke des Holzes, die Holzzusammensetzung bezüglich des Früh- und Spätholzanteils und natürlich die Austrocknung des Holzes durch die sehr milde Witterung in den vergangenen Tagen seit der Aufstellung des Baumes eine Rolle.