• Der CFC verpasst die große Pokalsensation, verliert im Elfmeterschießen gegen den Hamburger SV.

CFC schrammt an Pokalsensation vorbei

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Der Chemnitzer FC hat eine Überraschung in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals hauchzart verpasst. Die Himmelblauen mussten sich am Sonntagabend gegen den Zweitligisten Hamburger SV mit 7:8 nach Elfmeterschießen geschlagen geben. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. Der CFC war zweimal in Führung gegangen.

Erst nach einer ereignislosen ersten Halbzeit entwickelte sich nach dem Seitenwechsel ein Pokal-Krimi mit Hochspannung. Chemnitz ging durch Dejan Bozic per Handelfmeter in der 57. Minute in Führung, Lukas Hinterseer glich für den HSV fünf Minuten später aus. Vor 13.130 Zuschauern schaffte der CFC aber die erneute Führung, diesmal traf Matti Langer (68.). Nur ein Freistoß durch Sonny Kittel (75.) hielt die Hamburger in der Partie.

Viel Ballbesitz, wenig Effektivität - so sah das gesamte Hamburger Spiel in der ersten Halbzeit aus. Der Versuch von Jeremy Dudziak in der 38. Minute war noch der gefährlichste, im Tor der Chemnitzer landete aber auch dieser Ball nicht.

Angetrieben von den Fans, von denen mehrere hundert vor der Partie vom Karl-Marx-Monument zum Stadion marschiert waren, wuchs mit jeder Minute der Glaube an die Sensation für den CFC, der seit Monaten finanziell schwer angeschlagen ist und zuletzt vor allem durch die Trennung von Kapitän Daniel Frahn für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dem 32-Jährigen wurde Nähe zu rechtsradikalen Fans vorgeworfen. Die Fans antworteten darauf mit Schildern mit der Rückennummer 11 von Frahn vor der Partie.

Ein Hamburger SV, der lange Zeit die Partie einfach nur ganz cool abwickeln wollte, baute die Gastgeber auf. Obwohl sie einen enormen kämpferisch Aufwand schon bis dahin geleistet hatten, steckte die Mannschaft von Trainer David Bergner auch in der Verlängerung nicht auf. Die Entscheidung musste vom Elfmeterpunkt fallen, und der HSV setzte sich durch.