Bundespolizei greift 1.300 Migranten in Sachsen auf

Zuletzt aktualisiert:

Immer mehr Menschen reisen in diesen Tagen unerlaubt nach Sachsen ein. Die Bundespolizei hat seit Anfang Oktober knapp 1.300 Menschen an der sächsisch-polnischen Grenze in Gewahrsam genommen. Das hat die Bundespolizeidirektion in Pirna mitgeteilt.

Nach erforderlichen polizeilichen Maßnahmen seien sie an Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat übergeben worden, so ein Sprecher. Die Betroffenen würden vor allem aus dem Irak, Syrien, Jemen und Afghanistan stammen. Eine Entspannung der Lage zeichne sich zurzeit nicht ab.

Hintergrund der vermehrten Grenzübertritte sind Spannungen zwischen der Europäischen Union und dem weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko wegen EU-Sanktionen gegen Minsk. Über die Drehscheibe Weißrussland werden täglich hunderte Flüchtlinge auf den Weg in Richtung Deutschland geschickt, so der Vorwurf der EU.