• Vor dem Bundesgerichtshof in Leipzig wird am Mittwoch noch einmal über den Mord an Heike Wunderlich verhandelt. © Jan Woitas/dpa

Bundesgerichtshof verhandelt über Mord aus DDR-Zeit

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Ein Mord zu DDR-Zeit beschäftigt am Mittwoch (Beginn: 10.30 Uhr) den Bundesgerichtshof (BGH). Der 5. Strafsenat wird in Leipzig über die Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Zwickau entscheiden. Dieses hatte einen 63 Jahre alten Frührentner aus Gera im vorigen Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt und zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Kammer war überzeugt, dass der gebürtige Zwickauer 1987 die damals 18 Jahre alte Heike Wunderlich nahe Plauen im Vogtland vergewaltigte und tötete.

Verurteilt wurde der Mann nach dem zum Zeitpunkt der Tat geltenden DDR-Recht. Vor dem BGH wird es auch um die Frage gehen, ob die eine Kombination aus dem Mord-Paragrafen der DDR und der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld nach bundesdeutschem Recht möglich ist. Die Verteidigung des nach einem Schlaganfall gehandicapten Mannes will weiterhin einen Freispruch erreichen. (dpa)